Online-Dating: Abzocke verhindern

In Zeiten, in denen 81 Prozent der Deutschen ein Smartphone besitzen (Quelle: de.statista.com), wird das Online-Dating immer beliebter. Kein Wunder, denn auch mobil wird nach dem passenden Partner gesucht. Das ruft allerdings auch eine Menge Betrüger auf den Plan, die den Traum von der großen Liebe schamlos ausnutzen.

Online-Dating: Abzocke verhindern (geralt/pixabay)
Online-Dating: Abzocke verhindern (geralt/pixabay)

Das Spiel mit der großen Liebe

Sie sind alleine und möchten das ändern? Da geht es Ihnen wie jedem vierten Deutschen zwischen Anfang 30 und Mitte 40 (Quelle: elitepartner.de). Heute bieten sich viel mehr Möglichkeiten, einen Partner zu finden, als es beispielsweise noch vor 15 oder 20 Jahren der Fall war. Das Internet und seine zahlreichen Singlebörsen, Datingplattformen und Flirtapps tragen da ihren Teil bei – doch nicht immer ist die Partnersuche erfolgreich.

Das liegt nicht nur an dem unpassenden Gegenüber, sondern auch an Betrügern, die Ihre Suche schamlos ausnutzen und Sie um Ihren letzten Cent bringen wollen.

Damit Sie nicht auf einen solchen Love Scammer oder andere Online-Dating-Fallen reinfallen, haben wir hier ein paar Tipps für Sie.

Love Scam

Das sogenannte „Romance Scamming“ ist eine besonders fiese Methode. Oftmals handelt es sich um Fake-Profile, die Ihnen die große Liebe vorsoielen, um an Ihr Geld zu kommen. Sie chatten eine intensive Zeit miteinander, beschließen sich zu besuchen. Doch das Geld reicht für den Flug nicht – Sie strecken das Geld aus. Der Besuch klappt nicht, weil die Oma krank ist oder ein anderer Grund vorgeschoben wird – und bald darauf überweisen Sie wieder Geld. Ebenso, wie beispielsweise für den Besuch im Internetcafe oder für einen Laptop, damit Sie immerhin ein bisschen Kontakt haben können. Irgendwann aber wird es Ihnen zu bunt, Sie hauen auf den Tisch und Ihre große Liebe verschwindet.

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Geld per Western Union oder Moneygram versenden sollen.

Abo-Falle erkennen

Melden Sie sich irgendwo an, checken Sie die Bedingungen. Oft werden Sie mit einer kostenlosen Mitgliedschaft gelockt, die allerdings in eine (teure) kostenpflichtige wechselt, wenn Sie nicht innerhalb einer bestimmten Zeit kündigen. 50 Euro pro Monat sind keine Seltenheit.

Alles für das Geld: Lockvögel

Die Singleplattformen sind voll von Lockvögeln. Insbesondere dort, wo das Versenden von Nachrichten einen Premium-Account oder einen geringen Beitrag kostet, werden sie von den Betreibern eingesetzt, um ein Gespräch mit Ihnen zu beginnen. Zu einem Date wird es aber niemals kommen!

Auch kann es sein, dass dort Lockvögel angemeldet sind, die Sie beispielsweise auf einen teuren SMS-Chat locken wollen. Dabei sind Preise von 1,99 Euro pro Nachricht nicht selten. Auch dabei können Sie sich ein Date abschminken.

Achten Sie in den AGB auf entsprechende Hinweise. Das Flirtportal X2Love schreibt dazu: „Es ist davon auszugehen, dass es sich bei sämtlichen weiblichen Profilen um fiktive Profile handelt, die von Moderatoren betrieben werden.“

Zwar findet sich nicht überall ein solcher Hinweis, aber die Suche danach kann schon helfen.

Sicheres Online-Dating – aber wie?

  • Wählen Sie eine Plattform, welche eine gründliche Personenverifizierung durchführt
  • Ein gut erreichbarer Kundendienst
  • Nutzen Sie Erfahrungsberichte bzw. Empfehlungen, wie sie auf „stalking-forum“ oder dank der Initiative Safer Dating geboten werden
  • Geben Sie nicht zu viel von sich preis
  • Nutzen Sie keine E-Mail-Adresse, die Ihren vollen Namen enthält
  • Telefonieren Sie vor dem ersten Date – gerne auch mit unterdrückter Nummer
  • Besser: Ein Skype-Chat oder Videoanruf, denn dann können Sie sehen, ob der Gegenüber auch die Person auf den Fotos ist
  • Das erste Date sollte am besten an einem öffentlichen Ort stattfinden
  • Egal, wie groß die Not des anderen zu sein scheint: Versenden Sie niemals Geld!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.