Fake-News: HIV-Getränke im Umlauf

Es gibt Fake-News, die sind lustig, und dann gibt es welche, die es nicht sein. Zu den Letzteren gehören die angeblichen HIV-Getränke, die derzeit im Handel sein sollen.

HIV-Getränke im Umlauf?! (geralt/pixabay)

HIV-Getränke im Umlauf?! (geralt/pixabay)

Gibt es HIV-Getränke wirklich?

Dieser „HIV-Hoax“ ist alles andere als neu. Schon 2004, 2007 und 2008 gab es ihn, allerdings auf englisch. Zu dieser Zeit waren es allerdings eher rote Lebensmittel, weil man in ihnen das angeblich zugesetzte rote Blut schlecht erkennen konnte. Die Panik wuchs, flachte aber schnell wieder ab.

Doch wie das mit solchen Fake-News ist, halten sie sich hartnäckig und kommen von Zeit zu Zeit wieder auf.

So lautet die Fake-News:

Die Polizei hat Nachrichten. Eine dringende Botschaft für alle. In den nächsten Tagen trinke kein Produkt wie Pepsi, Tropicana Saft, Scheiben, 7up in Pepsi. Ein Angestellter an der Firma verunreinigte sein Blut mit AIDS. Beobachten Sie MDTV. Bitte richten Sie sich an jemanden auf Ihrer Liste. REPEAT: Eine wichtige Botschaft von Großbritannien an die Metropolitan Police.
Trinken Sie keine Gegenstände in Pepsi in den kommenden Wochen; ein Mitarbeiter mit HIV (AIDS) infiziert. Es wurde gestern in Sky News gezeigt. Bitte senden Sie diese Nachricht an die Personen, an denen Sie interessiert sind.

HIV-Getränke: Was ist dran?

In einer Zeit, in der quasi jeder das Internet in der Hosentasche dabei hat und HIV keine neue Modeerkrankung ist, sollte man sich eigentlich ein bisschen mit dem Thema auskennen.

Zum einen hat man kein AIDS, mit dem man Menschen anstecken kann, sondern HIV. Auch jemand, bei dem AIDS ausgebrochen ist (in Folge der HIV-Ansteckung) überträgt „nur“ das Virus selbst. AIDS ist heute nicht mehr die zwingende Folge der Ansteckung.

Hinzu kommt, dass eine Ansteckung zum einen auf diesem Wege kaum passieren kann und, sofern jemand in Behandlung ist, dank der Medikamente die Ansteckungsmöglichkeiten ziemlich gering gehalten werden können.

Fazit

Bullshit. Lassen Sie sich durch solche Meldungen nicht verunsichern und verbreiten Sie sie auf keinen Fall weiter.


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