Vorsicht, Virus: Amazon-Mahnung ist ein Fake!

Haben Sie in letzter Zeit etwas bei Amazon bestellt? Dann laufen Sie besondere Gefahr, auf die aktuelle Amazon-Mahnung, welche derzeit verschickt wird, reinzufallen. Dabei handelt es sich um einen Versuch, Ihren PC mit einem Virus zu infizieren, seien Sie also vorsichtig!

– – – Für diese Virus-Mails wurde der gute Name von Amazon missbraucht. Das Unternehmen selbst hat mit diesen E-Mails allerdings nichts zu tun. – – –

Achtung, diese Amazon-Mahnung ist ein Virus! (bykst/pixabay)
Achtung, diese Amazon-Mahnung ist ein Virus! (bykst/pixabay)

„Wir erwarten die gesamte Überweisung…“

Wer etwas kauft, der kann schon einmal vergessen, es zu bezahlen. Das ist wohl jedem von uns schon einmal passiert. In der Regel zieht Amazon das Geld selbstständig von Ihrem Konto ab, sodass Sie sich um nichts mehr kümmern müssen.

Ist das Konto nicht gedeckt, erhalten Sie eine E-Mail mit dem Hinweis dazu und dass Ihr Konto erst einmal gesperrt wurde, bis Sie die offene Forderung beglichen haben. Eher unwahrscheinlich ist, dass Sie direkt eine Mahnung von einem Inkassobüro bekommen – schon gar nicht, wenn Sie nicht einmal mit Ihrem Namen angesprochen werden und nicht erwähnt wird, um was genau es sich eigentlich handelt.

So (oder so ähnlich) lautet die Fake-Amazon-Mahnung:

Guten Tag,

unsere Anwalts-Kanzlei wurden heute am xx.xx.xxxx von Amazon GmbH beauftragt Ihre gesetzlichen Rechte in Ihrer Angelegenheit zu vertreten.

Wir erwarten die gesamte Überweisung bis zum xx.xx.xxxx auf unser Girokonto. Können wird bis zum genannten Termin keine Zahlung verbuchen, sehen wir uns gezwungen unsere Forderung an ein Gericht abzugeben. Sämtliche damit verbundenen Kosten werden Sie tragen.

Eine vollständige Kostenaufstellung ID 337289872, der Sie alle Einzelpositionen entnehmen können, ist beigelegt.

Aufgrund des bestehenden Zahlungsrückstands sind Sie verpflichtet dabei, die durch unsere Beauftragung entstandene Kosten von 90,99 Euro zu tragen. Um zusätzliche Mahnkosten auszuschließen, bitten wir Sie den fälligen Betrag auf unser Konto zu überweisen. Berücksichtigt wurden alle Zahlungen bis zum xx.xx.xxxx.

Bei Fragen oder Reklamationen erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von 48 Stunden.

Mit v erbindlichen Grüßen

Inkasso Jan Reichlich

Der Anhang ist gefährlich!

Wenn Sie wissen wollen, um welche Bestellung es sich handelt, sollen Sie sich den Anhang anschauen. Vorsicht, dahinter versteckt sich eine Falle! Wenn Sie das tun, laden Sie sich eine Schadsoftware herunter, die Ihren Computer versucht.

Ob sich dahinter ein Erpressungstrojaner oder etwas anderes verbirgt, kann nicht pauschal gesagt werden. Besser ist es, wenn Sie den Anhang gar nicht erst öffnen und die E-Mail löschen, bevor es Ihren persönlichen Daten an den Kragen geht.

Unsere Sicherheitstipps – So erkennen Sie Phishing-Mails:

  • Sie sind kein Amazon-Kunde? Dann ist die Sache klar, dass es sich um einen Betrug handelt!
  • Keine persönliche Anrede
  • Ihre Rechnung befindet sich als .zip oder .doc im Anhang
  • Fehlerhafte Rechtschreibung und Grammatik
  • Die Absenderadresse klingt „irgendwie seltsam“ – ebenso wie die Ziel-URL
  • Kein Hinweis in Ihrem ECHTEN Account (sofern einer besteht)
  • Ihr Antiviren-Programm schlägt Alarm (halten Sie es bitte immer auf dem Laufenden)


Wenn Sie hereingefallen sind:

  • Verfallen Sie nicht in Panik, sondern handeln Sie strukturiert
  • Ändern Sie von einem anderen Gerät all Ihre Passwörter
  • Sichern Sie alle Beweise
  • Starten Sie Ihre Antivirussoftware
  • Informieren Sie Ihre Geldinstitute
  • Wenden Sie sich an Amazon unter 0800 3638469 (kostenlos aus dem Mobilfunk- und Festnetz)
  • Wenden Sie sich an die Polizei, das geht auch online

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