Amazon-Phishing: „Der § 42-42a verpflichtet uns Ihre Kundendaten zu überprüfen“

Es gibt viele Gründe, weswegen Sie Ihre Kundendaten aktuell halten sollten. Die hier vorgestellte Amazon-Phishing ist allerdings keiner.

– – – Amazon ist nicht der Versender und selbst ein Opfer, denn der gute Name des Unternehmens wird missbraucht. Diese (und ähnliche) E-Mails wurden von Betrügern entwickelt und versendet. – – –

Amazon-Phishing: "Der § 42-42a verpflichtet uns Ihre Kundendaten zu überprüfen" (Quelle: Screenshot Outlook)
Amazon-Phishing: „Der § 42-42a verpflichtet uns Ihre Kundendaten zu überprüfen“ (Quelle: Screenshot Outlook)

„Der § 42-42a verpflichtet uns Ihre Kundendaten zu überprüfen…“

Wieder einmal müssen wir Sie unbedingt vor einer Amazon-Phishing-Mail warnen, mit der Betrüger Sie in die Falle locken wollen. Seien Sie vorsichtig denn diese und ähnliche sind eine echte Gefahr für Ihre Daten!

Mit der Fake-Mail, die wir Ihnen an dieser Stelle vorstellen, wird Ihnen das Märchen von einem angeblichen Paragrafen erzählt, weswegen es nun nötig sei, dass Sie Ihre Daten überprüfen und aktualisieren.

Die Kenner unter Ihnen werden den Braten schon riechen – wahrscheinlich hat Ihr Spam-Filter auch schon richtig gehandelt und die Mail aussortiert. Alle anderen sollten nun weiterlesen.

Daten dieser E-Mail:
Absender:
Amazon.de <legitimierung@amazon.de>
Betreff: Legitimierung
Leitet auf: https://www.ama-legitimieren.sit….

So (oder so ähnlich) lautet die Amazon-Phishing-Mail:

Nachricht von Ihrem Amazon Kundenservice Datum: 21.07.2017

Sehr geehrter Amazon-Kunde,

Der § 42-42a verpflichtet uns Ihre Kundendaten zu überprüfen, deshalb bitten wir Sie Ihre Daten in unserem automatischen Datenabgleich zu verifizieren. 

Hierzu bitten wir Sie ihre Daten in einem kurzen Verifizierungsprozess zu bestätigen.

Bitte achten Sie auf korrekte Eingabe Ihrer Daten.

Sollte das System Abweichungen zu den bereits hinterlegten Informationen feststellen ist eine Legitimation nur noch über den Postweg möglich.

Weiter zur Bestätigung [LINK]

Vielen Dank für Ihr Verständnis in dieser Angelegenheit.
Dies ist eine automatisch versendete Nachricht.
Bitte antworten Sie nicht auf dieses Schreiben, da die Adresse nur zur Versendung von E-Mails eingerichtet ist.

Original und Fälschung
Original und Fälschung

Falscher Login – so sieht er aus

Wir haben mutig auf den Link geklickt, um Ihnen einmal die Unterschiede zwischen dem Original und der Fälschung zeigen zu können. Sie sehen schon, dass sie auf den ersten Blick nicht auffallen, der Fehler allerdings im Detail steckt.

Leider ist die Überprüfung, ob es sich um eine https-Verbindung handelt, nicht besonders Aussagekräftig. Sie verrät nämlich nicht, ob es sich um eine seriöse Seite handelt. Ein Blick auf den Rest der URL allerdings schon.

Unsere Sicherheitstipps – So erkennen Sie Phishing-Mails:

  • Sie sind kein Amazon-Kunde? Dann ist die Sache klar, dass es sich um einen Betrug handelt!
  • Amazon wird Sie NIEMALS auffordern, Ihre Daten über einen Link zu aktualisieren
  • Sie sollen sich über einen Link in Ihren Account einloggen und Ihre Daten „aktualisieren“
  • Keine persönliche Anrede
  • Fehlerhafte Rechtschreibung und Grammatik
  • Die Absenderadresse klingt „irgendwie seltsam“ – ebenso wie die Ziel-URL
  • Kein Hinweis in Ihrem ECHTEN Account (sofern einer besteht)
  • Eventuell veraltete Adresse
  • Ihr Antiviren-Programm schlägt Alarm (halten Sie es bitte immer auf dem Laufenden)


Wenn Sie hereingefallen sind:

  • Verfallen Sie nicht in Panik, sondern handeln Sie strukturiert
  • Ändern Sie von einem anderen Gerät all Ihre Passwörter
  • Sichern Sie alle Beweise
  • Starten Sie Ihre Antivirussoftware
  • Informieren Sie Ihre Geldinstitute
  • Wenden Sie sich an Amazon unter 0800 3638469 (kostenlos aus dem Mobilfunk- und Festnetz)
  • Wenden Sie sich an die Polizei, das geht auch online

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