Commerzbank-Phishing: zur Entwertung iTAN Liste fotografieren?!

Machen Sie sich auch um die Sicherheit Ihres Online-Bankings Gedanken? Dann trifft das aktuelle Commerzbank-Phishing wahrscheinlich genau einen Nerv. Gehen Sie auf keinen Fall auf die Forderung ein, wenn Sie nicht möchten, dass Dritte Ihr Konto leer räumen.

– – – Die Commerzbank AG ist nicht verantwortlich für diese Phishing-Mail. Dahinter stecken Kriminelle! – – –

Commerzbank-Phishing (Screenshot)
Commerzbank-Phishing (Screenshot)

Zur Umstellung ist es erforderlich, dass Sie Ihre iTAN-Liste einscannen

Phishing-Mails kennen wir alle – auch im Namen der Commerzbank. Allerdings gibt es hin und wieder welche, deren Dreistigkeit kaum zu fassen ist.

So eine hat uns einer unserer Leser heute zugesendet – und die können wir Ihnen auf keinen Fall vorenthalten.

Sie werden in der Mail darum gebeten, Ihre ITAN-Liste zu fotografieren oder einzuscannen, damit sie entwertet werden kann, weil dieses Verfahren abgeschaltet werden muss.

Auch wenn das ziemlich komisch klingt, ist die Tatsache, dass man mit dem richtigen Namen angesprochen und das Commerzbank-Logo verwendet wird, verwirrend. Allerdings ist das typisch für Phishing-Mails, weswegen Sie immer sehr vorsichtig sein sollten.

Die Daten dieser Mail:
Absender: Commerzbank AG [support@commerzbank.sicherheit.de]

So lautet das Commerzbank-Phishing:

Sehr geehrter [Ihr Name],

aufgrund der neuen EU-Norm sind wir dazu verpflichtet, das iTAN-Verfahren abzustellen und durch sichere Alternativen wie das mTAN und photoTAN-Verfahren zu ersetzen.

Zur Umstellung ist es erforderlich, dass Sie Ihre iTAN-Liste einscannen oder fotografieren und uns zur Entwertung schicken. Eine Entwertung in unseren Filialen ist derzeit nicht möglich. Wir werden daraufhin das iTAN-Verfahren abschalten.
Sie können dann nach der Bearbeitung ein neues Legitimationsverfahren auswählen.

Dieser Vorgang dauert in der Regel 48 Stunden, wir werden Sie dann per E-Mail und per Post benachrichtigen. Klicken Sie bitte jetzt auf die unten stehende Fläche, um die Entwertung zu starten.

Weiter zur Entwertung [LINK]

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Commerzbank AG

Was ist dran?

Ja, es stimmt, dass es eine neue EU-Zahlungsdienstrichtlinie gibt. In dessen Rahmen haben die Banken Abschied von Ihrem iTAN-Verfahren genommen und andere Lösungen gefunden. Die Listen verloren allerdings nicht sofort ihre Gültigkeit. Sie sind entweder dann ungültig geworden, wenn man es selbst so wollte oder wenn die Pins aufgebraucht waren.

Niemals aber würden sie nach dem Foto-Versand ungültig – das ist absoluter Bullshit und an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten!

Gefälschter Login lockt in die Falle

Über den Link gelangen Sie wahrscheinlich auf einen Fake-Login, der dem echten der Commerzbank täuschend ähnlich sieht. Achten Sie einmal auf die URL – kommt Ihnen da etwas komisch vor?

Geben Sie auf keinen Fall irgendwelche Daten an, fotografieren Sie nichts ab und lassen Sie sich nicht auf den Inhalt ein. Das wird für Ihr Konto wahnsinnig gefährlich!

Unsere Sicherheitstipps – So erkennen Sie Virus-Mails:

  • Sie sind kein Commerzbank-Kunde? Dann ist die Sache klar, dass es sich um einen Betrug handelt!
  • Ihre Bank wird Sie niemals um Fotos Ihrer iTAN-Liste bitten!
  • Fehlerhafte Rechtschreibung und Grammatik
  • Die Absenderadresse klingt „irgendwie seltsam“
  • Kein Hinweis in Ihrem ECHTEN Account (sofern einer besteht) oder per Post
  • Ihr Antiviren-Programm schlägt Alarm (halten Sie es bitte immer auf dem Laufenden)


Wenn Sie hereingefallen sind:

  • Verfallen Sie nicht in Panik, sondern handeln Sie strukturiert
  • Ändern Sie von einem anderen Gerät all Ihre Passwörter
  • Sichern Sie alle Beweise
  • Starten Sie Ihre Antivirussoftware
  • Informieren Sie Ihre Geldinstitute
  • Wenden Sie sich an die Polizei, das geht auch online

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