Vorsicht, gefährliche Cyber-Attacke: Ransomware WannaCry

Die Ransomware WannaCry versetzt die PC-Nutzer auf der ganzen Welt in Angst und Schrecken. Der Verschlüsselungstrojaner breitet sich gerade wie ein Pilz aus und sperrt die Daten auf den Computer sämtlicher Nutzer. Jetzt ist er auch in Deutschland angekommen.

Ransomware WannaCry überrollt das Internet (OpenClipart-Vectors/pixabay)

Ransomware WannaCry überrollt das Internet (OpenClipart-Vectors/pixabay)

Was macht die Ransomware WannaCry?

Sollten Sie sich die Ransomware WannaCry (WanaDecrypt0r 2.0) einfangen, werden Sie bald feststellen, dass Daten auf Ihrem Computer verschlüsselt worden sind.

Wie für einen solchen Erpressungstrojaner typisch, werden Sie aufgefordert, die Summe X zu bezahlen, ansonsten würden die Daten gelöscht werden.

Wenn Sie zahlen, sollen Sie einen Code erhalten, um Ihren PC wieder nutzbar zu machen. Gezahlt werden soll in Bitcoins, eine digitale und nicht nachzuverfolgende Währung, weil sie nicht durch den Staat kontrolliert wird. Betrüger und andere Kriminelle zahlen ausschließlich mit Bitcoins.

Zwischen WannaCry und den anderen seiner Art gibt es einen großen Unterschied. Im Gegensatz zu diesen verteilt sich dieser hier selbst und schleust sich von einem Netzwerk ins nächste.

Andere Namen des Schädlings:

  • WanaCrypt0r
  • Wcrypt
  • WCRY
  • RansomCry

Betroffene Beispiele:

  • England
    Gesundheitsbehörde National Health Service (NHS) sowie 16 weitere Unternehmen im Gesundheitsbereich
  • Spanien
    Telefónica, Energiekonzern Iberdrola
  • Russland
    Innenministerium
  • USA
    FedEx
  • Deutschland
    Deutsche Bahn

Wie können Sie sich die Ransomware einfangen?

WannaCry verbreitet sich vor allem per E-Mail. Aufgrund dessen, dass es bei Windows wohl eine kleine Lücke in der Dateifreigabe geben soll, kann sich WannaCry wie ein Wurm weiterverbreiten.

Diejenigen unter Ihnen, die eine aktiv unterstützte Windows-Version nutzen, kamen früher in den Genuss, dass diese Lücke geschlossen wurde. Andere, die z B. Windows XP oder Windows Server 2003 nutzen, haben erst kürzlich ein entsprechendes Update bekommen.

Deutschland ist noch nicht so sehr betroffen, doch das kann sich bald ändern. Aktuell sind es über 150 Länder, und 200.000 Organisationen. Laut US-Angaben sei keiner der Rechnung von den Menschen, die tatsächlich Lösegeld bezahlt haben, wieder entschlüsselt worden.

Was können Sie tun?

  • Windows-Update
    Sie sollten stets Ihre Windows-Updates machen, denn nur so können Sie sicher sein, dass Sie so geschützt wie möglich sind. Achten Sie darauf, dass Sie das Sicherheitsupdate MS17-010 installieren.
  • Betriebssystem
    Denken Sie über den Umstieg auf ein aktuelleres Betriebssystem nach.
  • Infektionen melden
  • Regelmäßige Backups machen

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