Spam Blocker Software

Da wir uns ja hier als Aufklärer in Sachen Spam sehen, möchten wir natürlich auch zeigen, wie man Spam auf seinem Rechner verhindern kann. Dazu werden sogenannte Spam Blocker benutzt, die es zuhauf im weltweiten Netz gibt. Wir wollen hier ein paar Spam Blocker vorstellen und die wichtigsten Funktionen erläutern. Wir werden sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Spam Blocker Programme betrachten.

Zum einen haben wir den Cloudmark Desktop Spam Blocker (früher hieß er SpamNet). Ihn gibt es in zwei Versionen. Eine für Outlook in der Version 5.1.1. und eine für Outlook Express in der Version 3.0.2. Beide arbeiten nach demselben Prinzip: kommt eine Mail an wird ein digitaler „Fingerabdruck“ genommen und an den Server von Cloudmark gesendet. Ist der Fingerprint in der schwarzen Liste wird die Mail geblockt und in einen seperaten Ordner gepackt. Kommt doch mal eine Mail durch, kann der Nutzer auf einen bei Outlook und Outlook Express integrierten Button klicken und der Fingerprint wird an Cloudmarks Server gesendet und die Mail verschoben. Hört sich ganz gut an, da hier ja alle Nutzer, die das Programm benutzen zusammen arbeiten und für alle anderen Spam-Blocker Nutzer neue Spam eMails entdecken. Das funktioniert übrigens auch andersrum. Klickt ein Nutzer auf den Unblock Button so wird das auch an den Server gesendet. Kommen in nächster Zeit mehrere Unblock-Feedbacks dann wird die Mail wieder freigegeben.
Es gibt eine 15 Tage Testversion und die Vollversion kostet 39,95 $ im Jahr.

Ein anderes Konzept verfolgt das nächste Tool: SpamPal. Das Open-Source-Projekt ist zum einen völlig kostenlos und zum anderen installiert sich das Tool als lokaler Mail-Proxy. Das hat zum einen den Vorteil, dass man das Tool mit jedem x-beliebigen Mail Programm benutzen kann und zum anderen kann es als Filter in einem kleinen Heimnetz benutzt werden. SpamPal ändert den Betreff ankommender Spammails mit dem Zusatz „**SPAM**“ und nun braucht man nur in seinem Mailprogramm eine entsprechende Regel einstellen. SpamPal erkennt Spam mit Hilfe von bis zu 33 DNSBL-Listen – das sind zentrale Nachschlagewerke, in denen die Adressenbekannter Spammer gespeichert sind.

Dann gibt es noch das teilweise kostenlose Tool „ella for Spam Control“. Teilweise kostenlos, da die kostenlose Version bei jeder ausgehenden Mail eine Signatur an die Mail anhängt, die dann dem Empfänger bescheid gibt, dass man die kostenlose Version von ella benutzt. Naja, wenn man das nicht möchte, dann muss man 29,95 $ sowohl für die Outlook Version als auch für die Outlook Express Version bezahlen.
Nun zu der Funktionsweise. Hier wird mit einem „intelligenten“ Filter gearbeitet. Es analysiert alle vom Nutzer als Spam markierten Mails und versucht automatisch Regeln zu erstellen, um weiteren Spam gleich in den Spam Ordner zu schieben. Sie werben jedenfalls damit, dass Nutzer berichten, dass ella 100% des Spams blocke und erwünschte Nachrichten durchkommen. ella muss also „trainiert“ werden, was wohl nur ein paar Minuten brauchen soll.

Zu guter letzt haben wir dann noch SPAMfighter. Das Tool arbeitet wie Cloudmark Desktop und SpamPal mit Datenbanken über bekannte Spammails, in denen nach den eingegangenen Mails gesucht wird. Ist die Suche positiv wird die Mail in den SPAMfighter-Ordner verschoben. So benutzen schon über 3 Millionen Nutzer diese Software und erweitern so ständig die Datenbanken. Auch SPAMfighter integriert sich in Outlook (Express) und arbeitet derzeit nicht mit anderen Mailprogrammen zusammen.
Auch hier gibt es zwei Versionen. Man lädt sich am Anfang die SPAMfighter pro Version runter und kann diese dann uneingeschränkt einen Monat benutzen. Danach muss man sich entscheiden: möchte man 25 Euro im Jahr bezahlen oder nicht. Wenn nicht, wird es automatisch zu einer Standard Version mit Einschränkungen. So wird zum Beispiel auch hier eine Signatur am Ende einer ausgehenden Mail eingefügt („Meine Mails sind durch SPAMfighter geschützt…“) und ein kleiner Werbetext erscheint in der SPAMfigher Leiste im E-Mail Programm. Auch darf das Programm dann nicht mehr in Unternehmen eingesetzt werden und der eingebaute Sprachfilter (es werden automatisch Mails in bestimmten einzustellenden Sprachen gefiltert) funktioniert dann auch nicht mehr.

Wir hoffen, dass dieser kleine Überblick euch hilft eine Entscheidung zu treffen und euer Postfach sauber zu halten. Es gibt natürlich noch mehr Spam Blocker, aber über alle zu berichten, wäre für uns einfach nicht möglich. Wir haben versucht die verschiedenen Kategorien an Spam Blockern zu erwähnen. Spam Blocker für Outlook (Express) oder programmunabhängig, Spam Blocker die kostenpflichtig sind und welche, die es nicht sind und welche, die mit externen Datenbanken arbeiten und welche, die lokal funktionieren.
Über Berichte, wie die Programme bei euch laufen, würden wir uns freuen. Wir sind noch am testen…

Links und Download zu den Programmen:
Cloudmark Desktop
SpamPal

ella for Spam Control
SPAMfighter

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