Vielflieger-Phishing: Wer viel fliegt, muss jetzt aufpassen

Phishing kennen wir alle und die meisten von uns erkennen es früh genug, um nicht darauf reinzufallen. Was aber, wenn Betrüger kreativ sind und neue Bereiche erobern? Das sogenannte „Vielflieger-Phishing“ könnte zu einem neuen Problem werden.

Neuer Trend: Vielflieger-Phishing (gustavmelin0/pixabay)
Neuer Trend: Vielflieger-Phishing (gustavmelin0/pixabay)

Fliegen Sie beruflich viel?

Sollten Sie aus beruflichen Gründen viel fliegen, gehören Sie zur Zielgruppe dieser Betrüger. Diese sind lange nicht mehr so einfältig, wie Sie es von Amazon-, ebay– oder PayPal-Phishing-Mails gewohnt sind und welche die meisten von Ihnen aus dem ff erkennen.

Als Empfänger des Vielflieger-Phishings erhalten Sie gefälschte Flugbestätigungen, für die die Namen von Reisebüros missbraucht werden. Auch kann es sein, dass die Person ausfindig gemacht wurde, die in Ihrem Unternehmen für die Reisebuchungen verantwortlich ist und die Bestätigungen in Ihrem Namen versendet werden.

Vielflieger-Phishing mit gefährlichen Anhängen

Was sich allerdings nicht zu anderen Phishingmails unterscheidet ist, dass Anhänge mitgesendet werden. Angeblich sollen Sie darin Ihre Buchungsbestätigung finden, die als PDF oder DOCX angehängt ist. Dem ist natürlich nicht so, denn damit aktivieren Sie einen Schadcode, welcher ratzfatz auf Ihr Firmennetzwerk übergeht.

Auch ist es möglich, dass Sie einen Link in der E-Mail finden. So wollen die Betrüger Firmenzugangsdaten erschleichen – alles das sind wahre Worst-Case-Szenarien, die so manches Unternehmen ruinieren können.

90 Prozent öffnen Tür und Tür

Im Gegensatz zu manch anderen Phishingmails ist es hier so, dass laut eines Berichts des Sicherheitsunternehmens Barracuda, 90 Prozent der Empfänger blindlings in die Falle laufen.

Das ist wahnsinnig gefährlich für Unternehmen, weswegen wir Sie nur ausdrücklich warnen können, solche Bestätigungen nicht einfach zu öffnen. Schauen Sie sich die E-Mails genau an, ob Ihnen etwas Verdächtiges auffällt oder ob Sie vielleicht gar keine Reise antreten müssen.

Haben Sie Vielflieger-Phishing erhalten?

Sollten Sie eine Vielflieger-Phishing-Mail bekommen haben, können Sie diese an uns weiterleiten, damit wir noch mehr Menschen warnen können.

Unsere Sicherheitstipps – So erkennen Sie Phishing-Mails:

  • Sie haben keine Reise geplant
  • Keine persönliche Anrede und persönlicher Ansprechpartner
  • Fehlerhafte Rechtschreibung und Grammatik
  • Keine https-Verbindung
  • Sie werden aufgefordert, Ihre Daten über einen Link zu bestätigen
  • Die Absender- und/oder Linkadresse klingen irgendwie „seltsam“
  • Ihr Antiviren-Programm schlägt Alarm (halten Sie es bitte immer auf dem Laufenden)


Wenn Sie reingefallen sind:

  • Verfallen Sie nicht in Panik, sondern handeln Sie strukturiert
  • Ändern Sie von einem anderen Gerät all Ihre Passwörter
  • Sichern Sie alle Beweise
  • Starten Sie Ihre Antivirussoftware oder engagieren Sie einen PC-Fachmann, der Ihren PC überprüft
  • Wenden Sie sich an die Polizei, das geht auch ganz einfach online
  • Informieren Sie Ihre Geldinstitute

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