Callcenter-Betrug: Ein Fall-Beispiel

Vom sogenannten Callcenter-Betrug haben Sie mit Sicherheit schon gehört. Heute möchten wir Ihnen einmal ein Fall-Beispiel vorstellen, um Ihnen zu zeigen, was aus Gutgläubigkeit resultieren kann.

Callcenter-Betrug (3dman_eu/pixabay)
Callcenter-Betrug (3dman_eu/pixabay)

Ein Anruf, der alles auf den Kopf stellt

Besonders Rentner sind gefährdet, auf Betrüger aller Art reinzufallen. Sie kennen und nutzen die modernen Informationsquellen eher selten und glauben einfach an das Gute im Menschen. Leider macht sie das zu einem gefundenen Fressen für Kriminelle ohne jegliche Skrupel. Doch auch alle anderen Menschen können zum Opfer werden.

Eine 75-jährige alte Dame musste nun erleben, was es heißt, auf solche Betrüger reinzufallen. Bei ihr wurde der sogenannte „Gewinnspiel-Trick“ angewandt. Als man sie anrief, hieß es, sie habe einen großen Geldbetrag gewonnen. Wer würde sich nicht darüber freuen?

Doch bevor sie das Geld ausgezahlt bekommen kann, müsse sie noch eine Gebühr berappen, weil unter anderem der Notar bezahlt werden muss. Dabei waren die Betrüger wohl auch nicht zimperlich und setzten die alte Dame ziemlich unter Druck.

Callcenter-Betrug: langer Atem brachte Tausende Euro

Den ersten Anruf erhielt die Münchnerin im Sommer 2015. Seit dem riefen die Betrüger immer wieder an, manchmal sogar täglich. Immer wieder schien es Probleme mit den Überweisungen zu geben, immer wieder kamen neue Kosten hinzu. Die Dame glaubte all die Geschichten und überwies ihnen immer mehr Geld. Das ging bis ins Jahr 2016.

Der Bank fielen diese ungewöhnlichen Kontobelastungen eines Tages auf, die sich dann an die Polizei wandte. Zu einem Vernehmungstermin erschien sie nicht, weil sie Angst hatte, den finalen Anruf zu verpassen.

Insgesamt hat die Rentnerin sage und schreibe 100.000 Euro verloren. Ob Sie das Geld jemals wiedersehen wird, ist fraglich. Wahrscheinlich muss sie sich damit abfinden, dass das Geld weg ist. Die Überweisungen gehen meist ins Ausland auf anoynme Konten, die nicht nachverfolgt werden können.

Sollte Ihnen oder jemandem in Ihrem Umfeld derartiges passieren, sollten Sie dennoch die Polizei einschalten und es versuchen. Warnen Sie bitte vor allem die älteren Menschen in Ihrem Umfeld, damit so etwas nicht passiert.

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