Stadtwerke Wolfenbüttel: Fake-Mails zur Erdgasumstellung im Umlauf

Wieder einmal müssen sich die Stadtwerke Wolfenbüttel entschuldigen. Wieder einmal werden ahnungslose Menschen in deren Namen über den Tisch gezogen. Dieses Mal versuchen es Betrüger mit Spam-Mails zum Thema Erdgasumstellung.

– – Die Stadtwerke Wolfenbüttel sind nicht verantwortlich für diese Spam-Mails. Dahinter stecken Kriminelle! – – –

Stadtwerke Wolfenbüttel (Screenshot stadtwerke-wf.de)
Stadtwerke Wolfenbüttel (Screenshot stadtwerke-wf.de)

Betrüger sind hartnäckig

Schon im Oktober 2016 haben Kriminelle versucht, Verbraucher im Namen der Stadtwerke Wolfenbüttel zu betrügen. Zu diesem Zeitpunkte handelte es sich um E-Mails, die sich um ein Angebot für eine kostenlose Heizungssanierung drehten.

Jetzt, ein knappes halbes Jahr später versuchen Sie es wieder auf einem ähnlichen Weg – sehr zum Ärgernis der echten Stadtwerke Wolfenbüttel. Viele Kunden haben bereits reagiert und die Spammails an das Unternehmen weitergeleitet, weswegen es nun ganz öffentlich vor ihnen warnt.

Diese Warnung sollten Sie unbedingt ernst nehmen!

So lautet die Fake-Mail:

Sehr geehrte(r) Kundennr. 1-583666,

bis 2020 wird deutschlandweit das Erdgas von Typ L auf H umgestellt. Alte Heizungen können dann nicht mehr betrieben werden.

Eine Sanierung müssen Sie spätestens 2020 selbst zahlen, oder Sie nutzten jetzt die staatliche Förderung, indem Sie eine neue H-fähige Heizung kostenlos erhalten. Diverse Fördertöpfe für diese Gasumstellung (EU-Richtlinien) machen es möglich.

Zusätzlich erhalten Sie schon jetzt eine Aufwandsentschädigung in Form von Bargeld.

Bitte prüfen Sie hier unverbindlich Ihre Förderung.

Mit freundlichen Grüßen, Ihre Stadtwerke/L-H Umstellung“

Stadtwerke Wolfenbüttel: „… nicht per Mail solche Themen adressieren.“

In einer Pressemitteilung distanzieren sich die Stadtwerke Wolfenbüttel offiziell von den Mails der bisher unbekannten Absender. Das sollten Kunden schon anhand der falschen Kundennummer erkennen. Wer allerdings kein Kunde ist, wird diese E-Mails ohnehin als Betrugsversuch erkennen und diesen hoffentlich auch direkt löschen. Wahrscheinlich macht Ihr E-Mail-Filter schon die Arbeit für Sie.

Die Stadtwerke Wolfenbüttel weisen außerdem deutlich darauf hin, dass es die angesprochenen Förderungen nicht geben würde und generell eine solche Thematik auch nicht per E-Mail angesprochen werden würden.

Was genau die Absender mit den Mails bezwecken, ist unklar. Sollte sich ein Link oder ein Anhang darin befinden, klicken Sie bitte nichts an. Rufen Sie auch nicht an oder schreiben Sie zurück. Wahrscheinlich wird ausgespäht, ob Ihre E-Mail-Adresse aktiv ist. Auch ist denkbar, dass mit Ihnen ein Termin für eine „Beratung“ vereinbart werden könnte, bei der dann Ihre Wohnung auf Wertgegenstände gecheckt wird, damit ein Einbruch geplant werden kann. Genau lässt es sich aktuell leider nicht sagen, weswegen Sie auf jeden Fall besonders vorsichtig sein sollten, wenn Sie eine solche E-Mail erhalten.

Unsere Sicherheitstipps – So erkennen Sie Fake-Mails:

  • Sie sind kein Stadtwerke-Wolfenbüttel-Kunde und waren nie einer
  • Keine persönliche Anrede und persönlicher Ansprechpartner
  • Falsche Kundennummer
  • Die Absenderadresse klingt irgendwie „seltsam“
  • Ihr Antiviren-Programm schlägt Alarm (halten Sie es bitte immer auf dem Laufenden)


Wenn Sie reingefallen sind:

  • Verfallen Sie nicht in Panik, sondern handeln Sie strukturiert
  • Sichern Sie alle Beweise
  • Ignorieren Sie alle weiteren Antworten
  • Machen Sie keinen Termin für ein Beratungsgespräch aus bzw. lassen Sie niemanden in die Wohnung, wenn jemand vor Ihrer Tür steht
  • Wenden Sie sich an die Polizei, das geht auch ganz einfach online

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