Achtung, Betrüger wieder mit Chef-Masche unterwegs!

Betrügern kann man einiges nachsagen – nicht aber, dass sie unkreativ sind. Mit der sogenannten “ Chef-Masche“ sind derzeit wieder einige Kriminelle unterwegs, die es gezielt auf Unternehmen abgesehen haben.

Vorsicht vor der Chef-Masche
Vorsicht vor der Chef-Masche

Öffentliche Informationen werden zur Falle

Heutzutage präsentieren sich die meisten Unternehmen im Internet. Somit sind schnell und einfach die Namen und E-Mail-Adressen der Geschäftsführer und der anderen Mitarbeiter herausgefunden. Für Betrüger ist das Internet dadurch eine wahre Fundgrube.

So kommt es zur sogenannten Chef-Masche, bei der der Name des Geschäftsführers missbraucht wird, der sich (zumindest in den meisten Fällen) an die Buchhaltung wendet. Immerhin hat die den Durchblick, was die finanzielle Situation angeht und genießt damit ein besonderes Vertrauensverhältnis.

Wenn also der „Chef“ Ihnen schreiben sollte, und um Hilfe bei einem „vertraulichen Finanzgeschäft“ bitte, sollten Sie skeptisch werden. Die Mails sehen ziemlich echt aus, denn benutzt werden die echten E-Mail-Adressen der Firma.

Das Ziel ist, dass Sie am Ende eine Finanztransaktion anweisen, von der niemand im Unternehmen etwas weiß – bis es zu spät ist.

Die Daten dieser Mail:
Betreff: Vertraulich
Absender: Abhängig von bekannter E-Mail-Adresse

So kann die Chef-Masche aussehen:

Hallo [Ihr Name],

Ich benötige Ihre Hilfe hinsichtlich eines vertraulichen Finanzgeschäftes.
Kann ich mich auf Ihre Diskretion verlassen?

Mit freundlichen Grüßen,

[Name des Geschäftsführers]

gesendet von meinem Smartphone

Großer Erfolg

Die Masche gibt es offiziell noch keine drei Jahre und dennoch wurden schon über 500 Millionen Euro ergaunert. Zwar wurde im August 2016 ein großer Fisch dieser Branche gefangen, doch es gibt noch zahlreiche Nachahmer. Marcin „Lolli“ K., wie er in der Presse benannt wurde, machte 60 Millionen Dollar und hat bzw. hatte 40 Komplizen.

Sie müssen also auch weiterhin unbedingt vorsichtig sein, wenn Sie eine solche oder ähnliche E-Mail erhalten.

Nehmen Sie am besten direkt Kontakt zu Ihrem Chef auf. Sollte eine Telefonnummer mitgesendet werden, nutzen Sie diese nicht, sondern die Ihnen bekannte Nummer. So gehen Sie auf Nummer sicher, dass Sie nicht in einen Betrug hineingezogen werden.

Schulen Sie auch unbedingt Ihre Mitarbeiter, denn jeder kann Opfer dieser Masche werden.

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