Yahoo: 32 Millionen gehackte Konten

Yahoo ist eines der größten Webportale der Welt. Das macht es für Hacker besonders attraktiv, denn dort können sie besonders viele Nutzerdaten klauen, wenn Sie es schaffen, das System zu knacken. Wenn es gelingt, schweigt ein Unternehmen gerne dazu – meistens kommt es dann aber doch heraus.

Yahoo (Screenshot/yahoo.com)

Yahoo (Screenshot/yahoo.com)

Yahoo immer wieder Opfer

Leider müssen wir Ihnen immer wieder von Yahoo-Hacks berichten. Da waren zum Beispiel 500 Millionen gehackte Konten in 2014 oder 400.000 kopierte Kontodaten in 2012. Das scheint aber noch nicht alles zu sein, wie heise.de berichtet.

Hack per Fake-Cookie

2015 und 2016 mussten sich die Yahoo-Nutzer über Hackerangriffe ärgern, die bisher ziemlich heruntergespielt wurden. Die Kriminellen verschafften sich Zugänge zu den Konten, in dem sie die Daten über gefälschter Cookies ergaunerten. Scheinbar wusste man um die skandalöse Zahl, denn das Unternehmen versuchte, diese so sehr unter den Tisch fallen zu lassen, wie es nur geht.

Nun scheint es offiziell, dass es sich um 32 Millionen gehackte Kundendaten handelt. Eine stolze Zahl, wenn man dazu noch die anderen Angriffe zählt.

Wer ist dafür verantwortlich?

Genau kann (oder will) das niemand sagen. Seitens Yahoo wird vermutet, dass es sich um dieselben Kriminellen handelt, die auch 2014 500 Millionen geknackt haben. Genauere Vermutungen können aber wohl nicht genannt werden, denn das würde wahrscheinlich ziemlichen Ärger geben. Für die Betreiber scheint es allerdings klar, dass eine staatliche Einrichtung dahinterstecken muss.

Es drohen Konsequenzen

Das Management wusste wohl über die Sicherheitsprobleme Bescheid, es wurden auch neue Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, doch das war es dann auch schon. In dem Jahresbericht des Unternehmens wird zugegeben, dass bestimmte Manager nicht ausreichend reagiert und untersucht haben, was für diese auch Konsequenzen hat.

Die Nutzer wollen das nicht weiter auf sich sitzen lassen. 43 Sammelklagen haben sich bisher gefunden, ebenso wie vier Aktionäre und eine Aktionärssammelklage gegen den Konzern vorgehen wollen. Das könnte teuer werden.

Verizon will, wie einigen von Ihnen sicher schon bekannt ist, bereits eine ganze Weile Yahoo übernehmen. Die aktuellen Skandale lassen den Preis allerdings ganz schön sinken. Es heißt, dass das Unternehmen aktuell 350 Millionen US-Dollar weniger zahlen will.


Artikel weiterempfehlen Artikel weiterempfehlen

Ähnliche Beiträge


Schreibe einen Kommentar