Hoax: Gratis-Bordellbesuch vom Sozialamt

Gibt es, neben den üblichen Sozialleistungen nun auch noch einen Gratis-Bordellbesuch? Diverse Fotos von solchen Freikarten gibt zuhauf im Internet, die die Gemüter ziemlich erhitzen. Sie sind auch empört? Sind Sie schon auf die Idee gekommen, dass es sich dabei um einen Hoax handeln könnte?

Gratis-Bordellbesuch (geralt/pixabay)
Gratis-Bordellbesuch (geralt/pixabay)

Die arbeitende Gesellschaft wütet

Ist auch Ihnen das Foto über die Timeline gerutscht, auf dem ein angeblicher Sozialschein für einen Gratis-Bordellbesuch zu sehen ist? Daneben wurde in großen gelben Lettern geschrieben „… und ich Trottel geh arbeiten„.

Dass Empfänger von Sozialgeldern keinen besonders guten Ruf haben, ist für einige von Ihnen sicherlich nichts neues mehr. Nun aber scheint es wirklich 13 zu schlagen! „Die“ dürfen auch noch gratis in den Puff!?

Fleißig wird das Foto also geteilt, sich aufgeregt, auf Flüchtlinge und Hartz-4-Empfänger geschimpft. Und keiner merkt, dass es sich dabei um einen Fake handelt, einen Hoax, der sich ziemlich hartnäckig hält.

Seit 2011 im Umlauf

Einigen von Ihnen wird es dämmern, dass ein solches Foto nicht zum ersten Mal durch das Netz geistert. Schon seit 2011 werden solche Freikarten verbreitet, doch in der Realität hat es sie nie gegeben. Und das wird wahrscheinlich auch nie passieren. Sie brauchen also keine Kündigung schreiben und sich auf Ihr Leben als Sozialgeldempfänger freuen, der demnächst ein Leben ins saus und braus führt – die Realität sieht nämlich anders aus.

Sie fragen sich, was der Quatsch dann soll? Beantworten können wir Ihnen das auch nicht. Wir können nur Vermutungen anstellen. Der offensichtlichste Grund hierfür heißt: Hetze.
Einigen frustrierten Menschen scheint es etwas zu geben, die Wut aller Bürger auf Schwächere zu lenken.

Wir können nur an Sie appellieren, nicht alles zu glauben, was in den sozialen Netzwerken geteilt wird. Versuchen Sie, wenn Sie eine so empörende News bekommen, einen Moment inne zu halten, und sich zu überlegen, ob sie tatsächlich der Wahrheit entsprechen kann. Sind sie unsicher, informieren Sie sich – und klären Sie andere auf.

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