Post.at-Fake: Paket/EMS empfangen

Die Post ist in Österreich ein sehr großes Versandunternehmen, weswegen es nicht verwunderlich ist, dass hin und wieder ein Post.at-Fake generiert wird. Das Unternehmen selbst steckt nicht dahinter, sondern ist selbst Opfer eines Missbrauchs geworden. Lassen Sie sich von der angeblichen Sendungsverfolgung nicht ins Bockshorn jagen.

Post.at-Fake

Post.at-Fake

Post.at-Fake: Sendungsverfolgungen sind gefälscht

Dass Sie ab und an mal ein Paket bekommen, mit dem Sie nicht rechnen, mag noch nicht allzu verwunderlich sein. Insofern können wir verstehen, dass Sie neugierig auf einen Link klicken, der scheinbar ein Paket ankündigt.

Vielleicht haben Sie ja an einem Gewinnspiel teilgenommen oder ein netter Mensch möchte Sie überraschen – all das kann sein. Dennoch sollten Sie vorsichtig sein, wenn Sie in diesen Tagen eine Mail von Post.at bekommen, denn dabei handelt es sich wahrscheinlich um einen Fake, den Sie besser ignorieren und löschen sollten.

Angeblich soll ein Paket zu Ihnen auf den Weg sein. Damit Sie über dessen Status Bescheid wissen, sollen Sie den Anhang öffnen. Dort ist allerdings keine Sendungsverfolgung zu finden, sondern eine zip-Datei mit dem Namen „information_2887.zip“.

Sie können sich sicher schon denken, was das bedeutet. Ja, es handelt sich um einen Virus, den Sie sich herunterladen. Genauer um einen ausführbaren JavaScript-Befehl, der Ihnen eine Menge Ärger einhandeln kann.

Die Daten dieser Mail:
Betreff: Paket/EMS empfangen
Absender: info@maritexsrl.191.it
Leitet auf: server-post-at.net

So lautet die Aufforderung zur Amazon-Verifizierung:

Statusnachrichten zu Ihrer Sendung

Gewicht: 7,81 kg
Track ID: 2012210

Deine Informationen herunterladen (LINK)

Wenn das Paket nicht innerhalb von 7 Werktagen abgeholt wird, hat unser Unternehmen das Recht, die Gebühr von Ihnen zu beanspruchen.

Schützen Sie Ihren Computer

Wir können nicht oft genug davor warnen, unerwartete oder unbekannte Anhänge zu öffnen – vor allem dann, wenn es sich um eine .zip-Datei handelt.

Das Herunterladen an sich richtet in diesem Fall noch nicht viel Schaden aus. Passieren tut erst etwas, wenn Sie die Datei ausführen, schleusen Sie Schadsoftware auf Ihren Computer – und das ist im Eifer des Gefechts leider oft schneller passiert, als Ihnen lieb ist. Der Virus, der in der Mail verborgen ist, späht Ihre Daten aus, zerstört unter anderem Daten und installiert mitunter auch neue Schadsoftware.

Tipp: Wenn Sie über Ihr Administratorenkonto auf Ihren PC zugreifen, wenn Sie z. B. ein Programm installieren wollen, haben Sie eine bessere Kontrolle darüber, ob Sie sich einen Virus oder Ähnliches einfangen.

Außerdem sollten Sie stets alle Programme und das Betriebssystem updaten, um vor solchen Angriffen möglichst geschützt zu sein. Eine Firewall bietet zusätzlichen Schutz vor Angreifern und sollte zu den Basics eines jeden PC-Nutzers gehören.

Unsere Sicherheitstipps: So erkennen Sie Virus-Mails

  • Wechsel zwischen „Sie“ und „Du“
  • Keinen persönliche Anrede
  • Schlechte Rechtschreibung und Grammatik
  • Seltsam unseriös klingende Absender-E-Mail-Adresse
  • Halten Sie Ihr Antiviren-Programm auf dem Laufenden und nehmen Sie Warnungen ernst
  • Sie sollen sich eine .zip-Datei herunterladen


Wenn Sie hereingefallen sind:

  • Schalten Sie den PC aus und trennen Sie ihn vom Strom
  • Ändern Sie von einem anderen Gerät all Ihre Passwörter für Banken, Shoppingseiten etc.
  • Wenden Sie sich an einen IT-Experten, der Ihren PC wieder fit macht
  • Starten Sie Ihre Antivirussoftware
  • Sichern Sie alle Beweise per Screenshot
  • Wenden Sie sich an die Polizei, das geht auch online
  • Informieren Sie Ihre Geldinstitute

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