Gefängnisstrafe für Celebgate

Celebgate ist der Begriff, der vor allem Promis in Angst und Schrecken versetzt. Gemeint ist damit ein Hacker-Angriff, der auf persönliche und intime Fotos von bekannten Persönlichkeiten abzielt. 2014 war ein Horrorjahr für viele Stars und Sternchen – jetzt wurde endlich eine Strafe verhängt.

Celebgate
Celebgate

So sahen die Phishing-Mails aus

Stellen Sie sich vor, es würden von Ihnen Nacktbilder im Internet landen. Was für den Otto Normalverbraucher schon eine Horrorvorstellung ist, ist für Promis noch viel schlimmer. Damit geht der letzte kleine Rest Privatsphäre verloren. Doch auch für Sie wäre das mit Sicherheit ein absolutes Worst-Case-Szenario, welches man niemandem wünscht.

Ihre privaten Fotos in den Händen Dritter

Der 29-Jährige Edward Majerczyk hat Mails im Namen vom Sicherheitsteam von Google und Apple gefälscht. Die Absenderadressen hießen unter anderem “appleprivacysecurity@icloud.com”, was erst einmal seriös klingen mag. Die Masche, die er verwendete, kennen Sie mit Sicherheit: In den Mails waren Links eingefügt, die auf eine Fake-Login-Seite von Apple oder Google führten und persönliche Logindaten abfragten. Sobald diese eingegeben waren, wurden sie an ihn weitergeleitet und er konnte sich Zugang zu den Clouds verschaffen. Darunter befanden sich nicht nur Otto Normalverbraucher, sondern auch 30 Promi-Accounts. Dazu zählen die Hollywoodschauspielerinnen Kirsten Dunst und Jennifer Lawrence. Ihre Fotos wurden sogar im Netz veröffentlicht.

Die Strafe für Celebgate

Edward Majerczyk hat nun seine Strafe erhalten. Er muss für sein Vergehen 9 Monate in den Knast, weil er sich Phishing-Angriffe auf iCloud- und Gmail-Accounts gestartet hat. Dass er die erlangten Fotos auch veröffentlicht hat, konnte ihm nicht nachgewiesen werden – wahrscheinlich fällt die Strafe deswegen so mild aus.

Hinzu kommen allerdings noch 6000 Dollar Entschädigung. Damit soll ein Teil der Psychologenrechnung getilgt werden, welche eins seiner Opfer in Anspruch genommen haben soll.

Apple hat reagiert

Apple hat auf den Celebgate direkt reagiert, auch wenn keine Sicherheitslücke bei iCloud nachgewiesen werden konnte. Seit dem wurde aber an der Zwei-Faktor-Authentifizierung gearbeitet, damit diese noch sicherer ist und so etwas in Zukunft nicht mehr vorkommt.

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