Muslime-Hundeverbot ist reine Hetze

Bekanntermaßen können viele Menschen viel fordern, wenn der Tag lang ist – das Muslime-Hundeverbot ist eine Forderung von denen, bei denen man unglaubwürdig den Kopf schütteln kann. Ist es wirklich so, dass Muslime „uns“ die Hundehaltung verbieten wollen?

Muslime-Hundeverbot
Muslime-Hundeverbot

Auf Facebook gefunden

Auf dem sozialen Netzwerk Facebook werden jeden Tag News und Bilder geteilt und verbreitet, über deren Wahrheitsgehalt nicht sonderlich lange nachgedacht wird – wenn überhaupt. Dazu zählt beispielsweise das Foto eines Flyers zum Thema „Muslime-Hundeverbot“ aus England.

Dieser soll angeblich von der Organisation „For Public Purity“, was so viel wie „Für öffentliche Reinheit“ bedeutet, stammen. Ihre Forderung besteht darin, dass Hunde „abgeschafft“ werden sollen, weil sie im Islam als unreine Tiere gelten und man sich dadurch gestört fühle.

Muslime-Hundeverbot dient wahrscheinlich der Hetze

Zugegeben, die kulturellen Unterschiede zwischen den verschiedenen Religionen sind mitunter sehr heftig. Und dass das auch mal zum Streit führt, ist kaum zu vermeiden. Dennoch nimmt es in den letzten Monaten überhand, bestimmte Völkergruppen besonders ins Auge zu fassen und die Lebensweise so zu nutzen, um gegen sie zu hetzen. Das bedient genau das, was manch ein unwissender oder schlecht informierter Bürger sich zusammengereimt hat und sorgt für eine ganz schlechte Stimmung, die absolut nicht sein muss.

In diesem Fall gab es noch eine passende Webseite und eine Facebook-Seite, die aber beide mittlerweile dicht sind.

Fazit

Die Flyer an sich echt. Sie gingen 2016 in einigen Briefkästen ein, doch der Inhalt absolut nicht. Der dient nur dazu, die Stimmung aufzuheizen – lassen Sie sich davon bitte nicht beeinflussen.

Zum Glück ist diese Welle nicht wirklich hochgekommen. Allerdings werden es wahrscheinlich immer wieder ein paar Menschen versuchen – und sei es nur, weil sie geschockt und unwissend sind. Gerade solche Bilder und News auf Facebook sollten Sie genauesten überprüfen, bevor Sie sie teilen. Viel zu schnell können solche Meldungen Hass schüren, wo keiner sein sollte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.