Beitragsservice-Virus: Gebühr für SEPA-Umstellung?!

Achtung, Beitragsservice-Virus im Umlauf! Vom Beitragsservice, auch umgangssprachlich noch GEZ genannt, können Sie durchaus halten, was Sie wollen. Fakt ist aber, dass er nicht alleine damit ist, an Ihr Geld zu wollen. Betrüger nutzen den bekannten Namen aus und versenden derzeit massenhaft Spam-Mails, in denen ein Virus versteckt ist. Der Beitragsservice selbst hat mit diesem Angriff nichts zu tun!

Beitragsservice-Virus
Beitragsservice-Virus

Beitragsservice-Virus kommt als Word-Datei

Der „ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice“, wie die GEZ seit dem 1. Januar 2013 heißt, meldet seine Kunden seit dem 01. Januar 2014 verpflichtend an. Vorher war es zwar auch verpflichtend, doch viele zahlten nicht und umgingen die Gebühren. Auch heute, 3 Jahre später, versuchen es immer noch einige. Dass der Beitragsservice sich neue Wege überlegt, um auch diese und „vergessliche Zahlende“ „dranzukriegen“ ist kein Wunder – dennoch hat die aktuelle Mail-Welle weder Hand, noch Fuß.

Grundsätzlich können Sie Ihren Rundfunkbeitrag für 3, 6 oder 12 Monate zahlen und sich entscheiden, ob Sie lieber selbst überweisen oder ein SEPA-Lastschriftmandat einrichten möchten. In der Mail heißt es aber, dass nun die SEPA-Lastschrift verpflichtend eingeführt wird – angeblich, um die Kosten zu senken.

So erkennen Sie die schädliche Mail

Das ist nicht rechtens und daran sollten Sie spätestens erkennen, dass es sich hier nur um einen Fake handeln kann. Entsprechende Hinweise würden Sie ansonsten auch auf der offiziellen Seite des Rundfunkbeitrages lesen können. Auch ein Blick auf den erwähnten Anhang gibt Aufschluss über die Absichten dieser Mail.

Hinzu kommt die angebliche Gebühr von 75 Euro, wenn Sie nicht mitspielen. So oder so ähnlich wird einem immer in solchen Spam-Mails gedroht, damit man bloß den Anhang öffnet oder auf den Link klickt.

Zudem würde der Beitragsservice Ihnen keine E-Mail senden. Wer schon einmal versucht hat, mit ihm auf diesem Wege Kontakt aufzunehmen, weiß, wovon wir sprechen. Ein weiterer Hinweis auf einen Fake ist, dass Ihre Beitragsnummer und Anschrift nicht erwähnt wird.

Die Daten dieser Mail:
Betreff: Zahlungsumstellung
Absender-E-Mail: no-reply@beitragsservice.de
Anhang: SEPA-Umstellung.doc

So (oder so ähnlich) lautet die „Beitragsservice“-Mail:

Sehr geehrte (Ihr vollständiger Name),

zur Senkung der Betriebskosten hat sich der Gesetzgeber dazu entschlossen die Rundfunkbeiträge zukünftig verpflichtend durch die SEPA-Lastschrift begleichen zu lassen.

Aus diesem Grund wird die Zahlungsmethode zum 01.02.2017 verpflichtend auf die Zahlung mit SEPA-Lastschrift geändert. Wurde die Zahlungsmethode bis zum 01.02.2017 nicht durch Sie geändert, erfolgt eine zwangsweise Umstellung, bei der einmalig eine Umstellungsgebühr in Höhe von 75 Euro erhoben wird.

Nähere Informationen finden Sie im Anhang.

Das Team vom Beitragsservice versucht Ihnen auch weiterhin die beste Qualität zu bieten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team vom Beitragsservice

Öffnen Sie auf keinen Fall das Word-Dokument

Die angehängte .doc ist der erwähnte Beitragsservice-Virus. In dieser Datei ist ein kleines Programm namens „Makro“ versteckt. Diese sind eigentlich keine schlechte Sache, denn mit ihnen formatieren Sie beispielsweise Texte, die Sie in Word schreiben, aber sie können eben auch zu einem Virus umgeschrieben werden.

Sobald Sie die Datei anklicken, sie öffnen oder herunterladen und öffnen, ist der Virus auf Ihrem Computer – davon müssen Sie nicht einmal unbedingt etwas bemerken.

Um sich davor zu schützen, können Sie diese Funktion in Ihren Office-Programmen ausschalten. Außerdem sollten Sie auf jeden Fall Ihre Antiviren-Programm auf dem Laufenden halten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.