immonet.de-Phishing: „Ihr Konto wird automatisch gesperrt“

Wenn Sie nach einer neuen Immobilie suchen, ist eine der Anlaufstellen „immonet.de“. Derzeit gehen Mails im Namen des Immobilienportals herum, die nicht von dem Unternehmen selbst versendet werden, sondern von Betrügern, die damit einen Phishing-Angriff auf Sie starten wollen. Seien Sie also vorsichtig!

Kontosperrung? (Leovinus/pixabay.com)
Kontosperrung? (Leovinus/pixabay.com)

Jetzt ist mal immonet an der Reihe

PayPal, ebay, Amazon – all diese Phishing-Versuche kennen Sie sicher zur Genüge. Seltener ist da schon eher Spam von Immonet, wenngleich das aktuelle Beispiel zeigt, dass es nicht auszuschließen ist.

Man weiß zwar derzeit nicht, ob diese (oder eine ähnlich klingende Mail) massenhaft versendet wird oder nur an bestimmte Personen. Fakt ist aber, wer von Ihnen sie bekommt, sollte skeptisch sein.

Angeblich sollen Sie über den Link in der Fake-immonet-E-Mail Ihr Konto bestätigen, denn ansonsten würde es gesperrt werden. Das ist absoluter Blödsinn und sollte Sie sofort dazu verleiten, die Mail zu löschen.

So lautet die PayPal-Phishing-Mail:

Betreff: „Ihre Registrierung bei Immonet – Herzlich willkommen!“

Immonet.de Immobilien und Wohnungen

Sehr geehrter Nutzer,
Sie haben Ihre Zugangsdaten erfolgreich aktualisiert.

Klicken Sie auf den Link in der E-Mail, um zu bestätigen, dass Sie der Inhaber diese Konto sind. Ohne Bestätigung, Ihr Konto wird automatisch gesperrt:

Aktivierungslink

Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Spaß und viel Erfolg bei Immonet.de.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Immonet-Kundenbetreuung

Immonet GmbH
Spaldingstraße 64
20097 Hamburg
Tel: +49 40 3 47-2 89 11
Fax: +49 40 3 47-2 89 12
E-Mail: kundenbetreung@immonet.de
www.immonet.de

Der Betrug läuft immer gleich ab

Wenn Sie auf den Link klicken wollten, werden Sie erst einmal auf eine Fake-Log-in-Seite weitergeleitet. Sie sieht der echten Immonet-Seite zum Verwechseln ähnlich. Wenn Sie sich einloggen, haben die Cyberkriminellen schon einmal eine paar Daten von Ihnen.

Anschließend werden Sie dazu aufgefordert, weitere sensible Daten von sich preiszugeben. Alles natürlich dem Zweck dienlich, Ihr Konto zu bestätigen. Wozu all diese Daten wirklich gebraucht werden, hinterfragt kaum einer, der auf diese immer wiederkehrende Masche hereinfällt. Leider funktioniert das immer noch sehr gut.

Am Ende haben die Betrüger alles, was Sie brauchen, um Fake-Shops zu eröffnen, Ihr Konto zu leeren oder Bestellungen legaler und illegaler Art zu tätigen und noch vieles mehr.

Unsere Sicherheitstipps: So erkennen Sie Phishing-Mails

  • Sie besitzen kein immonet-Konto und haben nie eins besessen? Dann ist der Phishing-Versuch sowieso eindeutig.
  • Kein seriöses Unternehmen wird Sie über einen E-Mail-Link dazu auffordern, Ihre Daten zu bestätigen oder aktualisieren
  • Keine persönliche Anrede
  • Fehlender Hinweis auf der offiziellen Seite oder in Ihrem Account
  • Schlechte Rechtschreibung und Grammatik
  • Bei Unstimmigkeiten zwischen dem genannten Unternehmen und der URL handelt es sich um eine Phishing-Attacke.
  • Wäre diese Mail echt, müsste in der Browserzeile das HyperText Transfer Protocol Secure (HTTPS statt HTTP) auftauchen
  • Halten Sie Ihr Antiviren-Programm auf dem Laufenden und nehmen Sie die Warnungen ernst


Wenn Sie hereingefallen sind:

  • Ändern Sie von einem anderen Gerät all Ihre Passwörter
  • Starten Sie Ihren Antivirussoftware
  • Wenden Sie sich an einen IT-Experten, der Ihren PC wieder fit macht
  • Sichern Sie alle Beweise
  • Wenden Sie sich an die Polizei
  • Informieren Sie Ihre Geldinstitute

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