CardComplete-Phishing: „Ihre Karte wurde gesperrt“

Der österreichische Karten-Komplettanbieter „CardComplete“ existiert wirklich – und ist sogar richtig beliebt. Das nutzen Cyberkriminelle schamlos aus, um unbehelligte Kunden gnadenlos über den Tisch zu ziehen und ihnen mit fadenscheinigen Begründungen ihre persönlichen Daten zu klauen.

Phishing ist ein Problem (geralt/pixabay)
Phishing ist ein Problem (geralt/pixabay)

Die Angst vor der angeblichen Kartensperrung

Wer Kunde von CardComplete ist, der wird im ersten Moment einen ganz schönen Schrecken bekommen, wenn er eine E-Mail bekommt, in der es heißt, seine Karte sei gesperrt worden. Für viele ist das, gerade jetzt zur Weihnachtszeit, eine absolute Katastrophe. Zum Glück, so heißt es weiter, kann man sie schnell wieder entsperren, in dem man auf den Link in der Mail klickt und seine Daten überprüft.

Wer kein Kunde der CardComplete ist, der wird den Braten schon von Weitem riechen, doch wer es ist, der wird einen Moment brauchen, um sich bewusst zu werden, dass es sich hierbei nur um einen Fake handeln kann, der überhaupt nichts mit dem Unternehmen zu tun hat.

So lautet die CardComplete-Phishing-Mail

Sehr geehrte Damen und Herren,

informieren wir Sie, dass Ihre Karte gesperrt wurde

überprüfen Sie Ihre Karte, indem Sie einfach auf den untenstehenden Link, unter dem Sie auf eine Website zu nehmen. Nach dieser Überprüfung werden Sie Ihre Karte für alle Online-Dienste nutzen können.

. Meine Karte aktivieren

Danke für Ihr Verständnis

card complete Service Bank AG
Sicherheit Kartenservice
Lassallestraße 3
1020 Wien

Wohin Sie der Link führt

Wenn Sie auf den Link klicken, werden Sie auf eine gefälschte Login-Seite gelangen. Nach und nach werden immer mehr Daten abgefragt, die aber nicht dazu dienen sollen, Ihren Account zu verifizieren, sondern um die Datenbanken der Betrüger zu füllen, damit diese dann über Ihr Geld verfügen oder anderen Schindluder treiben.

Lassen Sie sich daher bitte nicht verleiten und klicken Sie den Link einfach nicht an, füllen Sie keine Formulare aus und löschen Sie diese und ähnliche Mails am besten einfach.

Unsere Sicherheitstipps: So erkennen Sie Phishing-Mails

  • Sie besitzen kein CardComplete-Konto und haben auch keins beantragt
  • Schlechte Rechtschreibung und Grammatik
  • Halten Sie Ihr Antiviren-Programm auf dem Laufenden und nehmen Sie die Warnungen ernst
  • Gehen Sie mit der Maus über den Hyperlink, ohne ihn anzuklicken. Sollte die Mail echt sein, erscheint eine Internetadresse, die zum Absender passt. Bei Unstimmigkeiten handelt es sich um eine Phishing-Aktion.
  • Kein Unternehmen der Welt wird Sie dazu auffordern, Ihre Daten über einen E-Mail-Link zu aktualisieren
  • Klicken Sie keine Links an und beginnen Sie schon gar nicht erst mit der Eingabe Ihrer Daten – schon das kann fatal sein
  • Kein Unternehmen der Welt wird Sie dazu auffordern, Ihre Daten über einen E-Mail-Link zu aktualisieren
  • Ein Zeichen für einen Phishing-Versuch ist, dass Sie immer „eingeloggt“ werden, egal, welche Daten Sie eintragen


Wenn Sie hereingefallen sind:

  • Ändern Sie von einem anderen Gerät all Ihre Passwörter
  • Starten Sie Ihre Antivirussoftware
  • Sichern Sie alle Beweise
  • Wenden Sie sich an einen IT-Experten, der Ihren PC wieder fit macht
  • Wenden Sie sich an die Polizei
  • Informieren Sie Ihre Geldinstitute

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