Deutsche Bankgemeinschaft: „gravierende Sicherheitslücken“

Das Online-Banking ist für viele Menschen nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Andere hingegen trauen der ganzen Geschichte noch nicht und lassen es lieber sein. Wer den Schritt schon gewagt hat, der denkt dennoch immer an die Sicherheit – umso beunruhigter ist es, denn dann eine E-Mail im Postfach wartet, die von angeblichen Sicherheitsproblemen berichtet und scheinbar ganz offizielle von der “Deutschen Bankgemeinschaft” stammt. Ist aber alles, wie sollte es anders sein, eine Lüge!

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

Sind auch Sie betroffen?

Da gibt es Sicherheitslücken und man kann sie einfach nicht erreichen – das könnte ganz schön fatal sein. Wie gut, dass es immerhin noch den elektronischen Weg gibt und man Ihnen so mitteilen kann, dass Sie sich unbedingt um Ihr Online-Banking kümmern müssen.

Dass die „“Deutschen Bankgemeinschaft” damit aber gar nichts zu tun hat, sollte an dieser Stelle klar sein, denn solche Nachrichten würden niemals per E-Mail zugestellt werden. Das weiß aber immer noch nicht jeder, weswegen diese Masche so gut funktioniert.

So lautet die Phising-Mail:

Sicherheitsaufforderung 2016
Schnittstelle zur Sicherheitsüberprüfung)

Sehr geehrter Kunde,

auf Grund gravierender Sicherheitslücken in einigen Online-Banking Sicherheitsverfahren, ist die Deutsche Bankengemeinschaft dazu verpflichtet unmittelbar zu handeln.

Eine große Anzahl an Bankkunden sind von diesen massiven Sicherheitslücken betroffen. Nachdem wie Sie telefonisch leider nicht erreichen konnten, bieten wir Ihnen über diesen Weh an Ihren Sicherheitsstatus zu überprüfen.

Für die Überprüfung haben Sie 2 Möglichkeiten:

1. Möglichkeit

Vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrer Hausbank und nehmen Sie dazu bitte Folgendes mit:

– Ihre Kontodaten / EC-Karte und Ihren gültigen Personalausweis
– Ihre aktuelle Mobilfunknummer
– 27€ Aufwandsgebühr (manuelle Überprüfung)

2. Möglichkeit

Überprüfen Sie jetzt gleich online und kostenfrei, ob Sie von einer Sicherheitslücke betroffen sind, indem Sie dazu bitte auf den folgenden Link klicken (Sicherheit überprüfen).

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen

Sie sehen schon, dass in dieser Mail Druck aufgebaut werden soll. Wer möchte schon 27 Euro dafür zahlen, dass man einen Fehler des Unternehmens ausbügeln muss und damit jede Menge Arbeit hat? Kein Wunder, dass man versucht ist, den Link anzuklicken und die Daten zu überprüfen und zu bestätigen.

Ihnen sollte es aber komisch vorkommen, dass der Text nicht als Text hinterlegt ist, sondern als Bild. Das wird deswegen gemacht, damit die Antivirenprogramme nicht anspringen – ein gutes Zeichen für unseriösen Inhalt noch bevor Sie auf den Link geklickt haben.

Unsere Sicherheitstipps: So erkennen Sie Phishing-Mails

  • Halten Sie Ihr Antiviren-Programm auf dem Laufenden und nehmen Sie die Warnungen ernst
  • Sie werden nicht mit Ihrem Namen angesprochen
  • Es gibt keinen Ansprechpartner
  • Gehen Sie mit der Maus über den Link, ohne ihn anzuklicken. Wäre die Mail echt, würde eine Internetadresse erscheinen, die zum Absender passt. Bei Unstimmigkeiten handelt es sich um eine Phishing-Attacke.
  • Kein seriöses Unternehmen wird Sie über einen E-Mail-Link dazu auffordern, Ihre Daten zu bestätigen oder aktualisieren
  • Angenommen, diese Mail wäre echt, so müssten Sie in der Browserzeile das HyperText Transfer Protocol Secure (HTTPS statt HTTP) erkennen
  • Der Text ist als Bild hinterlegt

  • Wenn Sie hereingefallen sind:

    • Ändern Sie von einem anderen Gerät all Ihre Passwörter
    • Starten Sie Ihren Antivirussoftware
    • Wenden Sie sich an einen IT-Experten, der Ihren PC wieder fit macht
    • Sichern Sie alle Beweise
    • Wenden Sie sich an die Polizei
    • Informieren Sie Ihre Geldinstitute

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