400 Millionen Nutzerkonten von Sex-Börsen gehackt

Sex ist ja bekanntlich die schönste Nebensache der Welt. Seit das Internet quasi überall Einzug gehalten hat, wird es immer einfacher, total anonyme Dates für gewisse Stunden zu vereinbaren. Im Grunde ist daran nicht schlimmes zu sehen – es sei denn, dass Hacker sich Zugang zu den Daten verschaffen und man mit einer Veröffentlichung rechnen muss.

Sexaccounts gehackt! (stux/pixabay.com)
Sexaccounts gehackt! (stux/pixabay.com)

Rund 412 Millionen Nutzerdaten gestohlen

Nicht jeder braucht eine Beziehung und so kommt es dazu, dass sich viele Menschen nach gelegentlichen Treffen sehnen und sich in Sexportalen anmelden. Leider trifft das nicht nur auf Singles und polyamor lebende Menschen zu, sondern auch auf verheiratete Herren und Damen, die sich eigentlich in monogamen Beziehungen und Ehen befinden. Im Internet wimmelt es nicht nur von Erotik-Portalen, sondern auch von Hackern, welche nur auf ihren nächsten Cyber-Angriff warten. Wenn diese beiden Gruppen aufeinandertreffen, so, wie es nun passiert ist, wird es haarig.

Insgesamt wurden bei dem aktuellen Angriff auf verschiedene Portale 412 Millionen Nutzerdaten ergaunert. Die Angst von vielen ist nun, dass diese Infos irgendwie öffentlich gemacht werden könnten – damit würden einige in ziemliche Erklärungsnot kommen.

Diese Portale sind betroffen:

  • Adultfriendfinder.com: 339 Millionen Konten
  • Cams.com: 2 Millionen Konten
  • Penthouse: 7 Millionen Konten
  • 15 Millionen gelöschte Profile
  • und noch einige mehr

Und nun?

Es ist nicht der erste Angriff – schon 2015 gab es einen solchen, doch da wurden „nur“ 4 Millionen Datensätze erbeutet. Ein kleiner Trost, an den sich die Nutzer halten können, ist, dass die Hacker scheinbar keine Infos über deren sexuellen Vorlieben haben. Das war 2015 anders. Doch auch die anderen Daten können schon erheblich intime Einblicke gewähren. Noch sind keine Täter ermittelt worden. Es wird aber vermutet, dass russische Gruppen dahinterstecken sollen – eine Bestätigung steht noch aus.

„LeakedSource“ berichtet, dass sich die Nutzer, die sich beispielsweise vor November 2016 auf einer der „Adult Friend Finder“-Seiten angemeldet hat, „auf das Schlimmste vorbereiten sollen“. Was das heißt, möchten wir lieber nicht aussprechen.

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