Achtung, Fakes: „UGG Boots – Up to 70% Off !“

Seien wir mal ehrlich: Sparen wollen wir alle! Doch manchmal werden wir mit angeblichen Schnäppchen gelockt, die gar keine sind. Jetzt, wo es kälter wird, sollten Sie sich ganz besonders vor „UGG Sonderaktionen“ in Acht nehmen, denn hinter könnten sich Fakes verstecken.

ugg„70% Off“

Angebote, die per E-Mail zu einen hereinschneien, sind ja an sich nichts Schlechtes. Das Online-Shopping gehört für viele zum Alltag und ist zudem super entspannt und bequem. Außerdem kann man eine ganze Menge sparen. Wie wäre es, wenn Ihre neuen Winterschuhe 70 Prozent weniger kosten würden als im Handel? Seit Jahren kaufen Frauen in Massen die sogenannten „UGG Boots“, die unter fragwürdigen Bedingungen hergestellt werden und die Modegeschmäcker der Welt teilen. Dennoch, wer da so viel Geld sparen kann, der schlägt zu – und sei es nur, um die für ein bisschen Taschengeld weiterzuverkaufen.

Von der australischen Marke „UGG“ gibt es nicht nur die Boots, sondern auch Hausschuhe, Homewear, Nachtwäsche und Accessoires. Die beliebten Winterstiefel kosten, je nach Angebot und Modell zwischen 128 und 220 Euro. Da machen 70 Prozent schon eine Menge aus.

Es wundert also nicht, dass sich so viele verleiten lassen, auf den Link in der E-Mail zu klicken und zu bestellen. Ähnliche E-Mail-„Angebote“ gibt es auch zu Oakley Sonnenbrillen, Ray ban, Michael Kors und etlichen anderen teuren Designern.

Ist das seriös?

Wir sagen, dass es das nicht ist. Werfen wir zuerst einen Blick auf die Absender-E-Mail-Adresse. In unserem Fall kam die Mail von „mail@kkoomobi.com“. Der Link aber heißt „http://www.eustiefel.com“ – eigentlich sollte die Absender-Adresse schon mit dem Namen des Shops übereinstimmen.

Im Internet ist rein gar nichts über diese Seite zu finden, das macht es natürlich schwierig, sich eine Meinung zu bilden – ist aber auch seltsam für einen Shop mit so tollen Schnäppchen. Dass es den Shop erst seit 2016 gibt, macht ihn nicht vertrauenswürdig, denn das kann ein Zeichen für einen unseriösen Shop sein, der schon bald nicht mehr existiert.

Ein eindeutiges Indiz ist das fehlende Impressum. Ebenso wird das HyperText Transfer Protocol Secure (HTTPS), welches Sie in der Browserzeile finden sollten, nicht verwendet. Zudem ist die Seite schlecht übersetzt. Alles Zeichen, für einen schnellen Start der Seite, die nur locken will.

Der Handel mit den Fakes

Es sieht also alles danach aus, dass Sie hier nur Fakes bekommen werden. Selbst wenn Ihnen das egal ist, sollten Sie dennoch nicht bestellen. Sie können sich freuen, wenn diese überteuerten Fakes überhaupt ankommen. Oftmals werden sie nämlich gar nicht versendet. Dagegen vorzugehen hat nur wenig Chancen auf Erfolg.

Wenn die Schuhe aber doch auf den Weg gehen, kann es sein, dass sie der Stichprobenkontrolle beim Zoll zum Opfer fallen. Dann müssen Sie eine Rechnung vorlegen, wobei sich herausstellen wird, dass Sie wissentlich Plagiate gekauft haben. Diese werden dann beschlagnahmt und Sie bekommen wahrscheinlich ein Verfahren wegen „Verdacht der Markenrechtsverletzung“ an den Hals. Entscheiden wird das meist nach dem Einzelfall.

Plagiats-Angebote erkennen

Im Grunde ist es ganz einfach, ein Fake-Angebot von einem Echten zu unterscheiden . Gerne erklären wir Ihnen, wie.

  • Preis: Rabatte, die den Preis um 50 bis 90 % des Ladenpreises drücken, sind meistens unrealistisch, vor allem, wenn es um aktuelle Modelle geht.
  • Schlechte Verarbeitunng: Im Detail lässt sich eine Kopie immer erkennen
  • Druck: Oft werden nur begrenzte Zeiträume genannt, in denen der Rabatt gültig ist. Damit sollen Sie in Zugzwang kommen.
  • Impressum: Sie finden kein Impressum, keine FAQ oder AGB auf der Shopseite.
  • Zahlung: Sie ist nur per Vorauskasse oder anonyme Zahlungsmittel möglich.
  • Keine Kunden: Finden Sie keine oder nur schlechte Bewertungen? Vorsicht!
  • Kontaktmöglichkeit: Sie können niemanden erreichen.

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