Yahoo: Verdacht auf E-Mail-Durchsuchung

Nicht alle im Netz passiert so anonym, wie wir meinen würden. Die E-Mails, die wir schreiben, sind zwar privat, werden aber zu einem gewissen Grad durchleuchtet. Doch kann es sein, dass das Ganze noch viel weitere Kreise zieht? Ein Unternehmen steht im Kreuzfeuer.

Durchsucht Yahoo E-Mails?

Von den E-Mail-Anbietern Yahoo, Google und Microsoft weiß man durch deren AGB, dass diese die elektronische Post auf diverse Inhalte wie Schadsoftware, Spam, werberelevanten Stichwörtern und Kinderpornografie durchsuchen.

Doch wie sieht es aus mit anderen Bereichen? Derzeit steht das US-amerikanische Internetunternehmen im Verdacht, Hundert Millionen Kunden durchgescannt zu haben – auf der Suche nach Terroristen bzw. deren digitalen Signatur. Dass dabei auch der eine oder andere „Normalbürger“ gläsern wird, ist ein „Nebeneffekt“, der vielen Bauchschmerzen bereitet.

Die Gerüchteküche brodelt

Grund für die Annahme ist der Bericht der „New York Times“, in dem es heißt, dass Yahoo das aufgrund einer gerichtlichen Anordnung die Filter anpassen musste, um mögliche Terrororganisationshinweise finden zu können. Das aber sei eher ungewöhnlich, weil es so viele Nutzer betreffen würde und nicht nur einzelne, auffällige und auch keine anderen Anbieter diese Auflage erhalten haben sollen. Derzeit würde allerdings keine weiteren Mails gesammelt werden, die die gesuchten Signaturen tragen und bereits beim FBI liegen sollen.

Die Nachrichtenagentur Reuters geht sogar noch einen Schritt weiter und behauptet, dass eine systematische Durchsuchung stattfinden würde – was da allerdings der Grund gewesen sein könnte, das blieb im Dunkeln.

Yahoo hat mittlerweile zwar dementiert, dass eigens dafür eine eigene Software entwickelt worden wäre, doch so ganz ist die Sache noch nicht vom Tisch. Das geht sogar so weit, dass sich die irische Datenschutzbehörde eingeschaltet hat und ermittelt.

Wie es weitergeht, und was noch ans Licht kommen wird? Das wissen wir nicht, aber es wird mit Sicherheit spannend.

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