Fake-Post.at-Sendungsverfolgung mit Trojaner

Pakete bekommen wir alle gern. Dass deren Inhalt bis an die Haustür geliefert wird und wir uns so keine Gedanken mehr machen müssen, wie wir z. B. Katzenfutter, Möbel oder andere schwere Sachen nach Hause kriegen, ist ein toller Service. Ärgerlich wird es nur, wenn die Sendung nicht abgegeben werden kann.

Nicht jede Sendungsverfolgung ist gut (OpenClipart-Vectors/pixabay)
Nicht jede Sendungsverfolgung ist gut (OpenClipart-Vectors/pixabay)

Haben Sie ein Paket erwartet?

Was für uns in Deutschland die DHL ist, ist für die Österreicher die Post. Das führende Logistik- und Postdienstleistungsunternehmen erfreut sich großer Beliebtheit und wird deswegen auch nur allzu gern Opfer von Kriminellen, die den Namen missbrauchen. So zum Beispiel für die folgende gefälschte Sendungsverfolgung, die natürlich rein gar nichts mit der Post zu tun hat.

So lautet die Post.at-Trojaner-Mail:

Ihre Ihr Paket hat eine Ausnahme erfahren und ist an das Post.AT zuruckgegeben.

Zur Abholung Ihrer Sendung brauchen Sie Ihren amtlichen Lichtbildausweis. Sollten Sie Ihre Sendung einmal nicht innerhalb der Lagerfrist persönlich abholen können, haben Sie die Möglichkeit jemandem Dritten eine Vollmacht zu erteilen.

Dahinter verbirgt sich ein Trojaner

Die meisten von Ihnen werden schon wissen, dass es sich hierbei um keine echte Post.at-Mail handeln kann. Eine schlechte Rechtschreibung, eine Absender-Adresse, die nicht zum Unternehmen passt und ein Link, der Sie dazu auffordert, etwas herunterzuladen. Das sind die drei wichtigsten Punkte, an denen Sie in diesem Fall die Phishing-Mail erkennen.

Wenn Sie die Datei herunterladen, ist noch nichts passiert. Kritisch wird es, wenn Sie sie ausführen. Dann installiert sich im Hintergrund ein Programm, mit denen Ihre Daten für die Betrüger sichtbar gemacht werden. Das heißt, diese haben dann nicht nur Zugriff auf Foren, wo Sie vielleicht intime Dinge besprechen, sondern auch auf Ihre Konten, Online-Shop-Zugänge und alles weitere.

Unsere Sicherheitstipps: So erkennen Sie Phishing-Mails

  • Sie warten auf kein Paket
  • Laden Sie keine Anhänge mit den Endungen .zip /.pif / .ico / .scr/ .exe. herunter
  • Öffnen Sie sie auf keinen Fall
  • Rechtschreib- und Grammatikfehler
  • Halten Sie Ihr Antiviren-Programm auf dem Laufenden und nehmen Sie die Warnungen ernst


Wenn Sie hereingefallen sind:

  • Ändern Sie von einem anderen Gerät all Ihre Passwörter
  • Starten Sie Ihren Antivirussoftware
  • Wenden Sie sich an einen IT-Experten, der Ihren PC wieder fit macht
  • Sichern Sie alle Beweise
  • Wenden Sie sich an die Polizei
  • Informieren Sie Ihre Geldinstitute

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