Handyviren bei Android

Handyviren waren in der Vergangenheit bislang kein Thema. Die Gefahr ist nun für Smartphones aber allgegenwärtig. Sie besitzen offene Betriebssysteme und greifen auf App-Plattformen zu, was für Profihacker ein leichtes Spiel darstellen kann.

Vom Computer auf die Smartphones

Der Fokus geht nun weg von den PC-Systemen und hin zu den mobilen Geräten. Denn die Sicherheitslücken der PCs lassen sich nun in kürzester Zeit beseitigen, wodurch den Hackern nicht viel Zeit bleibt und somit ihre Einnahmequelle versiegt. Die Betriebssysteme der Smartphones unterstützen allerdings auch Software von Drittanbietern und sind meist alle internetfähig. Dies stellt eine erhebliche Gefahr für die Smartphonenutzer dar.

Betroffen ist im Prinzip jeder

Mehr als die Hälfte aller Nutzer im europäischen Raum verwenden regelmäßig das Online-Banking, hier werden unter anderem die Zugangsdaten der Konten gespeichert. Zudem werden soziale Netzwerke, wie Facebook oder Twitter besucht. Etwa 88 Prozent der Nutzer speichern so private Daten, die nicht für Dritte bestimmt sind, auf ihrem Handy.

Mit rund 46 Prozent ist Android, das Betriebssystem, welches am meisten von Viren angegriffen wird.

Wie gelangen die Viren auf die Smartphones?

Meist werden die Viren über harmlos scheinende Apps auf das Smartphone geladen. Der Trojaner „Trojan-Spy.AndroidOS.Antammi.b.“ wäre ein Beispiel hierfür. Angepriesen wird es als App zum Herunterladen von Klingeltönen. Dabei handelt es sich aber um eine Software, die darauf programmiert ist Fotos, Nachrichten oder GPS-Koordinaten zu stehlen.

Wie kann man sich dagegen schützen?

Gratis Virenscanner für Android Handys sind schwer zu finden. Es gibt zwar Hersteller, wie Symantec oder Kaspersky, die eine Testversion anbieten. Nach 30 Tagen wird aber auch hier ein Lizenzschlüssel verlangt.

Testsieger der Antiviren-Apps ist „Zoner AntiVirusFree“, welcher aber nur 32 Prozent der Schädlinge erkennt. Andere Scanner erkannten gerade mal 0 bis 10 Prozent. Die kostenpflichtigen Virenscanner erkannten dagegen die Hälfte der Maleware schon im inaktiven Zustand.

Wer also sein Smartphone ausreichend sichern möchte, kommt um eine kostenpflichtige Software nicht herum.

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