Lösegeld-Trojaner immer mehr verbreitet

Die Maschen der Kriminellen sind weitestgehend bekannt. Dennoch gibt es die eine oder andere, die noch nicht in allen Gedächtnissen angekommen ist. So beispielsweise der sogenannte Lösegeld-Trojaner.

Trojaner
Der Trojaner übernimmt das eigene Postfach und missbraucht die Mailadresse. (Bild: Peter Eggermann/fotolia.de)

Immer mehr Betrug durch Erpressungssoftware

Kaspersky Lab hat sich an die Arbeit gemacht und zwei Jahre lang an einer Studie gearbeitet, deren Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden. Genutzt wurde hierfür das Kaspersky Security Network (KSN) bzw. dessen Statistik.

Zwischen April 2015 und März 2016, so ergab die Untersuchung, sei es so gewesen, dass über 2,3 Millionen Menschen Opfer von Erpressungssoftware wurden. Die Tendenz ist leider steigend.

Was steckt dahinter?

Unter Erpressungssoftware versteht man eine, mit der Kriminelle mithilfe eines Computerprogramms auf Ihren PC zugreifen können und dann Zugriffs- oder Nutzungsrechte ändern und bestimmte Teile sperren.

Wenn Sie Ihren PC nun hochfahren oder benutzen, werden Sie eine Meldung hierüber bekommen und die Forderung, einen bestimmten Betrag zahlen zu müssen, damit alles wieder so läuft, wie es zuvor auch der Fall war.

Die meisten würden zahlen

Die Sicherheitssoftware-Firma Avira machte dazu eine Umfrage, woraus sich ergab, dass ein Viertel derer auch bezahlen würden. Ein Grund, weswegen sich Erpressersoftware wie Pilze aus dem Boden schießt, ist, dass sie einen wahnsinnigen Erfolg hat, auch wenn man es eigentlich besser weiß.

  • 26 Prozent zahlen bei verschlüsselten Daten
  • 18 Prozent zahlen bei privaten Fotos
  • 10 Prozent zahlen bei Arbeitsdateien
  • Zahlen Sie auf keinen Fall!

    Ob die Versprechen, die hinter den Lösegeldforderungen stehen, aber auch eingehalten werden, sei mal dahingestellt. Wahrscheinlich werden Sie noch weiter ausgespäht, sodass sensible Bankdaten und Log-In-Informationen genutzt unter weiterverkauft werden können.

    Wie Sie sich schützen können

  • Öffnen Sie keine E-Mail-Anhänge
  • Sichern Sie Ihre Daten per Back-up
  • Installieren Sie stets die neuste Software, um Sicherheitslücken auszumerzen
  • Schreibe einen Kommentar

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