Whatsapp: Kettenbrief sorgt für Smartphone-Defekt

Schon wieder WhatsApp, schon wieder ein Kettenbrief. Der neueste Kettenbrief-Ableger sorgt dafür, dass das eigene Smartphone im schlimmsten Fall nicht mehr zu benutzen ist. Noch viel ärgerlicher ist jedoch die Verbreitungsart: Der Virus setzt darauf, von den Nutzern verbreitet zu werden – und hat damit Erfolg.

Spam
Whatsapp ist ein beliebtes Ziel der Hackergemeinde. (Bild: Whatsapp Presse)

WhatsApp ist nicht nur der größte Instant-Messaging-Service der Welt; es ist auch eine prima Möglichkeit, um sich über Freunde zu informieren. Neue Profilbilder und aktuelle Statusupdates sorgen bereits heute dafür, dass man genau weiß, was bei den Freunden gerade los ist. Zusätzlich sieht man sofort, wann der Freund oder die Freundin zuletzt online war und ob Nachrichten bereits gelesen wurden. Genau auf diesen Überwachungswahnsinn springt nun ein neuer Kettenbrief auf, der die Nutzer zu einer ganz besonderen Aktion animiert.

Update soll mit noch mehr Überwachung locken

Laut der Kettenmail soll ein WhatsApp-Update dafür sorgen, dass man sieht, welcher Freund gerade mit wem chattet. Unter dem Namen soll dann der Kontakt stehen, mit dem gerade geschrieben wird. Einzige Bedingung für den Erhalt des Updates: Die Nachricht muss an zehn verschiedene Freunde oder drei verschiedene Gruppen verteilt werden. Erst dann ploppt ein Updatefenster auf, das die eigentliche Installation vornimmt. Besonders heimtückisch: Durch den Kettenbrief-Charakter kommt die Initial-Nachricht nicht von einer fremden Person, sondern von Freunden, die man bereits in den Kontakten hat.

Klickt man anschließend auf die Installation, hängt sich das Telefon unwiderruflich auf. Wie verschieden Technik-Quellen berichten, lässt sich das Smartphone selbst durch das Zurücksetzen nicht wiederbeleben und verbleibt in einem Status des konstanten Vibrierens, bis der Akku leer ist. Was genau mit dem Smartphone passiert, ist bisher nicht nachvollziehbar. Die Installation des angeblichen WhatsApp-Updates sorgt jedoch dafür, dass eine weitere Verwendung nicht mehr möglich ist.

Vorsicht vor dem gefährlichen Virus

Dennoch müssen Nutzer nicht permanent Angst vor dem Kettenbrief haben und ihr Verhalten ändern. Stattdessen reicht der Blick auf einige Fehler und Hinweise, die den Virus entlarven. Da wäre zum Beispiel die Schreibweise. Der Messenger nennt sich offiziell „WhatsApp“ und schreibt sich auch so. Der Kettenbrief beruft sich jedoch auf den Namen „whatsapp“ und bemüht sich auch nicht, diesen Fehler zu verbessern. Weiterhin wird das Unternehmen WhatsApp niemals Updates per Installationsdatei verschicken. Jedes Update läuft über das von Apple, Android oder Microsoft bereitgestellte App-Portal. Grundsätzlich sollte stets darauf verzichtet werden, sich an Kettenmails zu beteiligen. Wer sich der Herkunft einer Installationsdatei nicht sicher ist, sollte auf die Installation verzichten und nur Apps aus den offiziellen Appstores nutzen.

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