Weniger Spam-Mails, aber kaum Entwarnung

Spam-Mails nehmen ab

(Bild: inq – Fotolia.com)
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Ein frühes Problem des professionellen Mailversandes ist die übergroße Zahl an sinnlosen oder werbenden E-Mails, die der Empfänger weder wünscht, noch ihm einen Mehrwert bescheren würde. Diese Spam-Mails waren bereits seit 2003 in so großer Zahl vorhanden, dass mehr als 50 Prozent aller E-Mails zu ihnen gehörten.

Nach 12 Jahren hat sich dieser Trend geändert und von den etwa 704 Milliarden E-Mails, die allein im Juni 2015 verschickt wurden, waren etwa 349,9 Milliarden E-Mails Spam, das sind 49,7 Prozent. Dieser Wandel ist sicherlich unter anderem auf die zunehmende Verbesserung der Spamfilter zurückzuführen, die Initiatoren das Versenden der Spam-Mails immer weniger attraktiv erscheinen lässt.

Ein weiterer Grund ist eine Erweiterung des Spektrums an anderen Möglichkeiten, um die Nutzer zu täuschen, zu schädigen, sie auszuspähen oder anderweitig negativ zu beeinflussen. Dennoch ist der Rückgang an Phishing-Mails bzw. von Mails mit Schadsoftware im Anhang positiv zu bewerten.

Neue Gefahren

Symantec informiert weiter, dass es sich bei Schadsoftware an sich, leider um immer vielfältigere Erscheinungsformen handelt. So nehmen die Arten der Viren, Trojaner und anderer Maleware immer neue Formen an und dies in rasantem Tempo. Wurden im April noch 29,2 Millionen neue Schadsoftware-Variationen entdeckt, waren dies im Mai schon 44,5 Millionen und im Juni bereits erschreckende 57,6 Millionen.

Betroffen sind grundsätzlich alle Internetnutzer, egal ob es sich dabei um Privatpersonen oder Unternehmen handelt. Während Privatleute zunehmend mit sogenannter Ransomeware zu kämpfen haben, die die eigenen Daten verschlüsselt und ein Lösegeld für die passenden Schlüssel einfordert, sind insgesamt vor allem Firmen von Schadsoftware betroffen.

Dabei stehen vor allem große Unternehmen im Zentrum des Interesses von Kriminellen. Nur etwa 40 Prozent der betroffenen Unternehmen haben unter 250 Mitarbeiter. Alle übrigen Opfer sind größere Firmen, die logischerweise auch wesentlich mehr zu verlieren haben und dementsprechend besonders auf Schutz angewiesen sind.

Gefahr
(Bild:fuzzbones/Fotolia)

Tipp: Für alle User gilt grundsätzlich eine erhöhte Alarmbereitschaft. Wenn man eine E-Mail erhält, deren Absender einem nicht bekannt ist oder die generell komisch wird, dann sollte sie am besten ungeöffnet in den Papierkorb verschoben und entsorgt werden. Anhänge sollten erst recht nicht geöffnet und heruntergeladen werden, Installationen von unbekannten Programmen wären der größte Fehler.

Neue Gefahren betreffen Messenger und soziale Netzwerke. Betrüger fordern zum Beispiel zu Teilen von Links auf oder erwarten die Installation von Programmen, um Videos anzuschauen zu können. All dies sind moderne Betrugsstrategien, die ein geübter Internetnutzer kennen und vermeiden sollten.

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