US-Behörden nach Hackerangriffen aus Fernost beunruhigt

Wer ist betroffen?

Millionen Kundendaten des Software-Riesen Adobe wurden gehackt.
Millionen Daten wurden gehackt.(Bild: THesIMPLIFY – Fotolia)

Opfer sollen vor allem die Personaldaten von US-Beamten sein, man spricht von Millionen. Unter den abgefangenen Daten sind Arbeitszeugnisse, Beurteilungen der Mitarbeiter sowie die dazugehörigen Sozialversicherungsnummern. Mit den sensiblen Daten können zwei bedrohliche Ziele verfolgt werden.

Einerseits könnten Betrügereien durchgeführt werden, die auf Geld und damit eine Bereicherung abzielen. Andererseits befürchten Regierungsvertreter, dass Daten über US-Bürger systematisch gesammelt und gespeichert werden sollen. Der Nachrichtensender CNN und die „Washington Post“ lassen verlauten, dass Fachleute China für das Ursprungsland der Angriffe halten und somit ein Verdacht auf dessen Regierung fällt.

USA vs. China

Auch wenn elektronische Spuren vertuscht werden können, sind US-Ermittler häufiger auf Ursprünge für ähnliche Angriffe in China gestoßen. Auch Russland soll sich in der Vergangenheit an Angriffen auf US-Behörden und sogar die E-Mails des Präsidenten beteiligt haben. Eher unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen ist außerdem eine nordkoreanische Aktivität in diesem Bereich.

China reagierte sofort und ließ den Botschafter die Anschuldigungen vehement abstreiten. Auch die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua sprach von „grundlosen Anschuldigungen“. China hat seit Jahren den Ruf, sowohl bei dem Ausspionieren von Politikern wie auch im Bereich der Wirtschaftsspionage aktiv zu sein. Deutschland hat in diesem Zusammenhang vor allem ein Problem mi der lockeren Auffassung zum Patentrecht in China.

Konsequenzen

Die aktuellen Ereignisse werden das ohnehin nicht besonders freundschaftliche Verhältnis zwischen den USA und China nicht gerade verbessern. Sowohl Regierungsvertreter wie auch das FBI haben die Ermittlungen aufgenommen und wollen die Verursacher enttarnen. Die Möglichkeit, dass es sich trotz der Professionalität dennoch um Einzeltäter, eventuell sogar Terroristen handelt, ist nicht auszuschließen.

Da noch nicht genau abgeklärt ist, welche Daten in Gänze verloren gegangen sind, informieren entsprechende Stellen die Betroffenen und raten ihnen, neuerliche Kontobewegungen genauesten zu überprüfen und zu überwachen. Bei Fehlern oder Abweichungen sind sie dazu aufgefordert, umgehend Meldung zu machen, um einem Missbrauch vorzubeugen und ggf. die Spur der Täter aufnehmen zu können.

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