Kreditbetrug im Internet

Beispielfall in Bayern

Vorsicht vor der gefälschten PayPal-Mails
Vorsicht vor ominösen Kreditanbietern (Bild: Kaarsten – Fotolia.com)

Eine Frau in Südbayern ist auf eine perfide Betrugsmasche hereingefallen. Sie hatte den Plan sich selbstständig zu machen und stieß im Netz auf ein vermeintlich besonders zinsgünstiges Angebot über 50.000 Euro. Die Betrüger meldeten sich bei ihr via E-Mail und boten ihr besonders günstige Bedingungen an.

Der Sitz der Kreditgeber befand sich in Benin, Afrika. Allein dieser Umstand sollte jeden Internetnutzer stutzig machen. Die angeblichen Geldgeber sendeten dann einen mehrere Seiten umfassenden Vertrag, den die Dame auszufüllen und mit ihren Angaben zu versehen hatte. Abgemacht war, dass kurz nach dem Erhalt des ausgefüllten Vertrages das Geld auf ihr Konto überwiesen werden sollte.

Im Zuge dieser Mail-Angaben wurde sie, wie sich später zeigte auch Opfer einer Bettel-Mail, in der sie von einer angeblich bedürftigen Frau aus der Elfenbeinküste um 1.000 Euro erleichtert wurde. Doch der eigentliche Betrug umfasste die Kreditgebühren, die sie zu zahlen hatte. Man teilte ihr mit, dass die Transaktion nach Afrika sowie verschiedene Versicherungsbeiträge Kosten von etwa 6.000 Euro verursachen würden.

Böses Erwachen

Als die Frau die angeblichen Zollgebühren zahlte, war es bereits zu spät. Erst als sie dann auch noch aufgefordert wurde Mahngebühren für eine angeblich zu spät geleistete Bezahlung zu begleichen, wendete sie sich an einen Anwalt und die Polizei. Gemeinsam mit der Bettel-Mail sind der Dame somit Schäden in Höhe von ca. 7.000 Euro entstanden.

Spätere Ermittlungen haben gezeigt, dass diese Methode weniger selten ist, als man annehmen dürfte und der Sitz dieser organisierten Kriminalität in der Tat auf dem afrikanischen Kontinent zu finden ist. Das bedeutet aber auch, dass das Geld praktisch verloren ist und die Justiz wenig Möglichkeiten hat, auf die Verbrecher zuzugreifen.

Internetnutzer sollten daher aufpassen und niemals Kredite über das Internet aufnehmen, es wird seitens der Verleiher keine Zahlung geben, im Gegenteil, Kosten aus fadenscheinigen Gründen werden erhoben, die den Kreditnehmer zusätzlich belasten und ihm das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Wer wirklich einen Kredit benötigt, sollte sich an das Kreditinstitut seines Vertrauens wenden und vor Ort in einer Filiale persönlich mit einem Spezialisten sprechen und sich gut beraten lassen.

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