Sicherheit in sozialen Netzwerken: Tipps für Nutzer von Facebook & Co.

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Vorsicht vor Betrug in sozialen Netzwerken. (Bild:Joerg Habermeier/Fotolia)

Gefahren auf Twitter & Co.

Täglich chatten, liken und tweeten Millionen Menschen weltweit mit Freunden über ihr Leben. Doch aus den an sich sehr praktischen Kommunikationsplattformen hat sich ein gefährliches Terrain entwickelt: Betrüger nutzen den meist arglosen Umgang der Nutzer mit ihren intimen Daten für ihre persönlichen Interessen. Angebliche Gutscheine großer Modeunternehmen wie Zara oder vermeintliche Filme von Prominenten oder über die eigene Person zeigen, wie schnell unaufmerksames Verhalten zu einer bösen Falle werden kann.

Gefälschte Facebook-Profile erkennen
Ein zu argloser Umgang mit sensiblen Daten bei Facebook, kann Betrüger anlocken. (Bild: Schulz-Design – Fotolia)

Scamming-Aktionen sind besonders riskant, da sie unbemerkt ablaufen und von Anti-Virenprogrammen selten erkannt werden. Anders als bei Attacken nutzen Scammer psychologische Tricks. In Form von tragischen Ereignissen oder mit dem Versprechen, etwas gewinnen zu können, locken sie ihre Opfer an. Diese Beiträge wollen sie lediglich weiterverbreiten, um das große Geld zu machen. So wird beispielsweise ein vermeintliches Video über den Nutzer zur Waffe: Ziel der Scammer ist es, an die Kontaktdaten aus der Freundesliste zu kommen. In anderen Fällen mussten User Umfragen ausfüllen, wodurch die Täter Geld erhielten. Die nachfolgenden Hinweise bieten Schutzmöglichkeiten für eine ungestörte Nutzung von Facebook und Co:

Tipps für mehr Sicherheit in sozialen Netzwerken

  • Nicht alles teilen: Auch wenn soziale Netzwerke viel Platz für die Darstellung der eigenen Persönlichkeit schaffen, diese Informationen sind in den Händen von Online-Kriminellen riskant. Daher in den Privatsphäre-Einstellungen angeben, wer das Foto oder den Beitrag sehen darf. Auf Facebook können Nutzer sehen, wie Daten ihren Freunden oder der Öffentlichkeit angezeigt werden. Da die Plattformen aus sicherheitstechnischen Gründen diese Optionen häufig ändern, die Einstellungsfunktionen regelmäßig überprüfen.
  • Persönliches schützen: Folgende Informationen sollten generell nicht öffentlich gemacht werden: Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum, derzeitige Aufenthaltsort, Arbeitsstelle/Schule, intime Bilder
  • Wachsam sein: Verlosungen und Gratis-Produkte kritisch hinterfragen. Hinter den Angeboten versteckt sich manchmal ein Identitätsdiebstahl. Daher beispielsweise den Suchbegriff „Zara Gutschein Facebook“ eingeben und die Echtheit überprüfen. Eine Nachfrage bei dem Unternehmen kann ebenfalls helfen.
  • Fremde Freundschaftsanfragen: Auf Freundschaftseinladungen von Fremden am besten nicht eingehen. In der Kontaktliste sollten sich sicherheitshalber nur Personen befinden, mit denen man im wahren Leben befreundet ist. Weitergeleitete Meldungen nicht einfach bestätigen, öffnen oder weiter verschicken. Denn Spam verbreitet sich über diesen Weg schnell weiter. Demnach bei Freunden nachfragen, ob sie einem ein Video zugeschickt haben.
  • Links: Verweise auf andere Seiten sind potenziell gefährlich. Niemals in sozialen Netzwerken ohne Nachrecherche darauf klicken. Auf der verlinkten Seite nachschauen, ob der Link auch zur Webseite gehört.
  • Sprache beachten: Nachrichten in einer fremden Sprache von einem Unbekannten sofort ignorieren. Um sicherzugehen, auf Facebook für Nachrichten die jeweilige Landessprache einstellen. Meldungen werden dann nur noch in dieser Sprache zum Empfänger geleitet.
  • Antivirusprogramme anwenden: Software mit Echtzeitschutz wählen, die Malware bereits vor der Aktivierung blockiert. Außerdem gewährleisten sie Sicherheit gegen Phisher.
  • Gefährliche Apps: Neue Apps vor dem Spielen überprüfen. Hinter dem Anbieter könnte sich Malware verstecken. Eine solche Anwendung auch immer dem Betreiber melden.

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