Facebook-Spam: Falsches Video späht Browser aus

Video-Link enthält böse Browsererweiterung

Gefälschte Facebook-Profile erkennen
Über den Facebook-Chat erhalten User derzeit einen betrügerischen Video-Link. (Bild: Schulz-Design – Fotolia)

Momentan gilt der Facebook-Chat als große Gefahr für Nutzer: Ein YouTube-Video wird von einem „Freund“ an den Profilbesitzer verschickt, mit der Aufforderung den Link anzuklicken. Hinter der Information versteckt sich jedoch eine gefährliche Betrugsmasche. Der besagte Freund weiß nichts von der Nachricht. Ziel der Betrüger ist es, eine Browsererweiterung auf den Computern der Betroffenen zu installieren. Damit können sie das Suchverhalten überwachen, dieses ändern und Daten, beispielsweise von Facebook, stehlen.

Bislang sind nur User der Browser von Opera und Google Chrome betroffen – Mozilla Firefox und der Internet Explorer blieben bislang verschont. Welchen Zweck die Betrüger mit dem Chat-Betrug verfolgen, ist noch nicht bekannt.

Vorgehensweise der Betrüger:

  • Der Facebooknutzer erhält im Chat folgende Aufforderung „Bist du das in dem Video??Schaus dir mal an oO..“. Mit dem eigenen Profilbild soll das Interesse an dem Video geweckt werden. Unter dem Bild erscheint der entsprechende Link, das YouTube-Video anzuklicken.
  • Mit einem Klick gelangen User auf eine Webseite, die der von Facebook ähnelt, jedoch eine nachgebaute Betrugsseite ist.
  • Durch das Abspielen des Videos gelangt die Browsererweiterung auf den Rechner. Nutzer von Google Chrome installieren sich mit einem Klick auf den Play-Button ein Addon. Dies läuft unter dem Namen „VideosAdPlusing“.
  • Diese Aktivierung gewährt den Betrügern freien Zugriff auf alle Informationen, die Nutzer auf Webseiten hinterlassen haben, auch jene auf Facebook: Freundeslisten und Profildaten werden demnach ausgespäht. Dadurch finden die Diebe neue potenzielle Opfer, die sie kontaktieren können.

Hinweise, um der Betrugsfalle zu entgehen

  • Nicht auf den Link klicken. Wer auf einem Video des Freundes zu sehen ist, diesen kontaktieren und fragen, ob diese Nachricht von ihm stammt. In der Regel existiert es nicht und sollte daher nicht weiter beachtet werden.
  • Betriebssysteme, außer Windows, die Chrome und Opera unterstützen entfernen das Addon über den Extensionsordner. Bei Google Chrome läuft es so: Google, Chrome, UserData, Profile1, extensions. Für Windows gibt es spezielle Programme wie den AdCrawler, welche die Browsererweiterung zuverlässig löschen.
  • Den Chat auf Facebook vorsorglich deaktivieren. Über die Option Nachrichten können weiterhin Informationen mit Freunden ausgetauscht werden.

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