Falsche Amazon-Mail fordert Kreditkarteninformationen

Spionage auf Kreditkartendaten

Vorsicht vor der gefälschten PayPal-Mails
Gefälschte Amazon-Mails im Umlauf. (Bild: Kaarsten – Fotolia.com)

Betrüger verschicken derzeit gefälschte Mails im Namen des Online-Riesen Amazon an deutsche E-Mail-Konten. Sie fordern Kunden auf, einen Link anzuklicken, da das Lastschriftenverfahren nicht mehr funktioniere, wie sie schreiben. Kreditkartendaten sollten demnach hinterlegt werden, um mit dem neuen System bezahlen zu können. Wer der Aufforderung folgt, holt sich eine böse Schadsoftware auf den Computer, die sensible Kundeninformationen ausspähen soll.

Diese Merkmale kennzeichnen die gefälschte Amazon-Mail:

  • Betroffene werden nicht mit dem Namen, sondern mit „Sehr geehrter Kunde“ angesprochen.
  • Ein Link fordert dazu auf, Kreditkartendaten zu hinterlegen.
  • Die Mail enthält einige Rechtschreibfehler, zum Beispiel „druchzuführen“

Falsche Mails sofort löschen

Trotz des offiziell wirkenden Erscheinungsbildes sollten Empfänger die Mail kritisch überprüfen. Daher den Link nicht öffnen und die E-Mail sofort löschen, empfiehlt Amazon in seinem Serviceportal. Außerdem nie auf unseriöse Nachrichten antworten. Denn dadurch wird die Aktivität der Mail-Adresse beim Betrüger bestätigt. Anti-Virenscanner und regelmäßige Systemupdates liefern zusätzlichen Schutz vor Ausspähversuchen.

Das US-Unternehmen erklärt auf seiner Seite unter dem Menüpunkt Hilfe und Kundenservice, wie sich eine Phishing-Mail von einer echten Mail aus dem Hause Amazon unterscheiden lässt:

  • Amazon verlangt von seinen Kunden niemals persönliche Daten wie Kreditkartennummern, Sozialversicherungsnummer oder das Amazon-Passwort per E-Mail. Alle relevanten Informationen müssen direkt über die Amazon-Website eingegeben werden.
  • Das Unternehmen erklärt in Mails lediglich, wie Nutzer ihre Kundendaten im Shop verifizieren können. Entsprechende Aufforderungen, dies über einen Link auszuführen, verneint Amazon und bittet seine Kunden Links niemals zu öffnen.
  • Amazon korrigiert im Vorfeld jede E-Mail auf Rechtschreib- und Grammatikfehler.
  • Unangekündigte Anhänge werden niemals verschickt. Nutzer erhalten darüber Informationen.
  • Verlinkungen erfolgen lediglich auf Internetseiten, die wie folgt aussehen: „http:// „xyz.“amazon.de.“ Vor der Endung .amazon muss immer ein Punkt stehen. IP-Adressen und Namen die nichts mit dem Online-Händler zu tun haben kommen ebenfalls nicht vor. Beispiele für gefährliche Links: „http://123.458.799.145/amazon.de/“; „payments-amazon.de“

Spoofing-Angriffe

Große Firmen wie Amazon werden regelmäßig für sogenannte Spoofing-Angriffe ausgenutzt. Spoofing bezeichnet verschleierte Täuschungsversuche in Computernetzwerken. Für den Identitätsdiebstahl verwenden Online-Diebe IP-Adressen von vertrauenswürdigen Hosts. Dadurch geraten Phishing-Attacken zu gefährlichen Spionagevorfällen.

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