Fake-Profile bei Facebook: Tipps zum Erkennen falscher User

Gefälschte Facebook-Profile erkennen
Fake-Profile auf Facebook lassen sich anhand einfacher Merkmale zuverlässig erkennen. (Bild: Schulz-Design – Fotolia)

Betrügerische Facebook-Auftritte erkennen

Viele Menschen melden sich nicht mit ihrem richtigen Namen an, sondern kürzen ihn ab oder geben sich Fantasienamen. Unter diesen kurzen und unrealistisch klingenden Bezeichnungen verbergen sich häufig auch Fake-Profile. Ebenso gern werden Prominente als Vorlage für gefälschte Identitäten genutzt. Da viele private Daten wie Geburtsdatum und Wohnort bekannt sind, ist es für Betrüger leicht, ein zunächst realistisch anmutendes Facebook-Profil nachzubauen. Glaubwürdige Profile von Prominenten sind jedoch von Facebook geprüft und mit einem blauen Häkchen neben dem Namen markiert.

Weitere Fake-Merkmale auf einen Blick: 

  • Status-Updates überprüfen: Die meisten Fake-Profile haben noch nie ein solches Update durchgeführt.
  • Die meisten Profile weisen Frauennamen auf. Trotzdem vorsichtig bei Anfragen von Männern sein, denn sie können sich ebenfalls als Betrüger herausstellen.
  • Freundeslisten überprüfen: Laut einer Studie besitzen falsche Konten mehr Freunde als die ihrer echten Pendants.
  • Gefälschte Profile geben wenig Privates von sich preis und zählen nur wenige Interessen auf.
  • Attraktive Fotos mit professionellem Charakter können ebenso wie private Bilder auf falsche Auftritte hinweisen.
Falsches Profil anlegen
Fake-Profile wollen persönliche Daten ausspähen. (Bild: strixcode – Fotolia)

Gefälschte Profile als virtuelle Betrugsfallen

Anfragen von unbekannten Personen sind nicht nur nervig, sondern auch gefährlich: Betrüger versuchen über erfundene Seiten Nutzerdaten auszuspähen, um diese so zu beleidigen oder an deren Kontodaten zu gelangen. Auch Trojaner oder Viren landen auf diese Weise schnell auf dem PC oder Smartphone.

  • Tipp: Niemals Freundschaftsanfragen von Unbekannten annehmen.

Was können Facebook-Nutzer tun?

Den Nutzungsbedingungen von Facebook zufolge besteht auf der sozialen Plattform Klarnamen-Pflicht. Das heißt, dass alle Nutzer verpflichtet sind, das Facebook-Profil unter dem eigenen Vor- und Nachamen anzulegen. Gefälschte Profile verstoßen jedoch nicht nur gegen diesen Grundsatz, sondern unter Umständen gegen geltende Gesetze.

Denn durch das Anlegen eines Fake-Profils über eine fremde Person begehen virtuelle Verbrecher eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte eines Menschen. Der Tatbestand des Identitätsdiebstahls fällt unter das Zivilrecht und macht einen Unterlassungsanspruch wirksam. Anbieter wie Facebook sind verpflichtet diese Seiten zu löschen, aber nicht die Namen der Fälscher weiterzugeben.

Diese Rechte helfen Nutzern gegen Cyber-Mobbing oder Phishing vorzugehen:

  1. Falsche Profile bei Facebook unter dem Menüpunkt „Blockieren“ sperren.
  2. Diese sofort beim Betreiber des sozialen Netzwerkes melden.
  3. Betroffene, denen persönliche Daten gestohlen wurden, sollten unverzüglich den Betrug anzeigen und einen Anwalt einschalten. Es besteht ein Unterlassungsanspruch: Mit dem sogenannten „notice and takedown letter“ wird Facebook juristisch aufgefordert, das Fake-Profil zu löschen.
  4. Cyber-Mobbing ist eine Straftat und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden.

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