MasterCard: Gefährlicher Phishing-Angriff auf Nutzerdaten

Visa Europe MasterCard Kundenservice
MasterCard-Kunden werden dazu aufgerufen, ihre Daten zu verifizieren. (Bild: Brian Jackson/fotolia).

E-Mails kritisch prüfen

Phishing-Mails wollen Kontodaten oder persönliche Informationen abfangen, um sich an fremdem Eigentum zu bereichern.

Im aktuellen Fall des Kreditkartenanbieters MasterCard sollen die Empfänger verführt werden, persönliche Daten preiszugeben. In der Phishing-Mail befindet sich ein Link, über den man die gesperrte Kreditkarte durch Eingabe persönlicher Daten entsperren soll. Geschieht dies nicht innerhalb von 24 Stunden, fallen der Phishing-Mail zufolge Gebühren in Höhe von 49,99 Euro an, weil eine neue Kreditkarte zugesendet werden muss.

  • Wichtig: Vom Anklicken des Links ist in jedem Fall abzuraten. Denn auch wenn keine Daten eingegeben werden, können schädliche Viren und Trojaner auf den Computer gelangen.

Aktuelle Phishing-Mail, die im Namen von MasterCard verschickt wird:

Betreff: Ihre MasterCard-Kreditkarte ist gesperrt!
Von: MasterCard [mailto:verifizierung@mastercard.de]

Hallo,

Es wurden in den letzten Tagen mehrere Zahlungsversuche über
Ihre MasterCard-Kreditkarte festgestellt, um Ihre Finanzen zu schützen hat
unser Sicherheitsteam Ihre MasterCard-Kreditkarte automatisch gesperrt!

Momentan ist es nicht möglich Ihre MasterCard-Kreditkarte zu belasten
oder auf diese Geld einzuzahlen, sie ist gesperrt aus Sicherheitsgründen!

Sie können Ihre MasterCard sofort wieder entsperren in dem sie
eine Verifizierung durchführen, dieser Vorgang kostet
sie nur wenige Minuten.

Sollten sie Ihre MasterCard-Kreditkarte nicht innerhalb
24 Stunden entsperren, wird Ihnen eine neue kostenpflichtige MasterCard
Kreditkarte über den Postweg zugestellt.

Dabei wird eine Gebühr von 49,99,- EUR erhoben!

Bitte klicken sie auf den Link um Ihre Verifizierung durchzuführen!
„Link: MasterCard / Verifizierung“

Mit freundlichen Grüßen,
MasterCard Kundenservice

Spam und Phishing-Mails erkennen

  • Unbekannte Absender (Personennamen oder Unternehmen) sollten immer kritisch hinterfragt werden. Ist der Text zum Beispiel auf Englisch, deutet das auf eine schadhafte Massenmail hin. Aus diesem Grund empfiehlt es sich über Google die E-Mail-Adresse des Absenders zu überprüfen.
  • Links sind untypisch und sollten daher nicht angeklickt werden. Vor allem kurze Links wie bit.ly und solche, die keine richtige Beschreibung liefern sind als unseriös einzuordnen.
  • Betrüger fordern meist, ausstehende Rechnungen schnellstmöglich zu bezahlen oder locken mit Gewinnen. Diese Mails ignorieren oder sofort löschen. Wenn jemand Kunde bei der „angeblichen“ Firma ist, empfiehlt es sich beim Unternehmen direkt nachzufragen, ob Forderungen vorliegen.
  • Spam-Mails weisen Rechtschreib- und Grammatikfehler auf, die durch Übersetzungsprogramme entstehen. So kommen beispielsweise vor dem @-Zeichen Satzschlusszeichen vor, die untypisch für glaubwürdige Rechnungen sind.
  • Wer nicht direkt angesprochen wird, hat es wahrscheinlich mit einem Betrüger zu tun. Seriöse Unternehmen schreiben immer Kontaktdaten und den jeweiligen Ansprechpartner in Form eines Impressums ans Ende der E-Mail.
  • Wenn der Absender nicht vertrauenswürdig erscheint, die Anhänge niemals öffnen. Hinter komprimierten Daten, den sogenannten ZIP-Dateien, verstecken sich oft Viren. Endungen wie .pdf können genauso auf gefährlichen Inhalt hindeuten

2 Gedanken zu „MasterCard: Gefährlicher Phishing-Angriff auf Nutzerdaten

  • 30. September 2014 um 20:18
    Permalink

    Hallo,
    habe in den letzten 6 Monaten ca. 15 Phishing Mails (Master card, PayPal, apple account, Postbank) erhalten. Habe diese sofort über den Postfach Papierkorb endgültig gelöscht. Im Gegensatz zu allen übrigen auf diese Art entfernten Mails tauchen diese in meinem Mac nach dem Löschen wieder im Spam-Ordner von google mail auf. Avast erkennt „Bedrohung“, löschen mit dem Scanner hilft hier aber auch nicht.
    Wäre dankbar für Tips zum Entfernen.

    Antwort
  • 17. April 2015 um 20:01
    Permalink

    Gruß in de Runde!
    Ich hatte gestern tatsächlich ein Problem mit dem SecureCode meiner Masterdard und heute bekomme ich diese e-mail. Zufall? An solche Zufälle kann ich schwer glauben. Ein Anruf bei Mastercard und die e-mal war gelöscht.

    Antwort

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