Promi-Nacktbilder gehackt: Wie sicher sind Speicher-Clouds?

Nacktbilder verbreiten sich rasend schnell

Am Sonntag erschienen die ersten Bilder auf 4chan.org, die unverhüllt zeigen, was berühmte Frauen sonst durch elegante Designer-Roben verhüllen. Mittlerweile haben sich die Bilder über das ganze Internet verbreitet und sind für jeden einsehbar.

https://twitter.com/M_E_Winstead/status/506197725285998592

Die Seite 4chan.org wurde schon des Öfteren mit Hacker-Angriffen auf bekannte Persönlichkeiten in Verbindung gebracht. Eine Anmeldung ist nicht nötig, weshalb eine ungenierte und anonyme Veröffentlichung von Bildern und Videos aller Art stattfindet.

Clouds immer beliebter

Das Speichern von Bildern, Filmen und anderen Daten in Clouds hat sich nicht nur unter prominenten Nutzer etabliert. Insbesondere Besitzer von Tablets und Smartphones nehmen den überall verfügbaren Speicherdienst gerne in Anspruch.

Datenspeicherung in der Cloud
Daten in einer Cloud können mit unterschiedlichen Geräten ortsunabhängig abgerufen werden. (Bild: violetkaipa – Fotolia)

Die Vorteile einer Cloud sind vielfältig:

  • Daten werden ortsunabhängig gespeichert, mit Internetverbindung kann von überall darauf zugegriffen werden.
  • Daten können einfach mit anderen Nutzern geteilt werden, zum Beispiel über das Zusenden eines Links und entsprechendem Passwort.
  • Mehrere Nutzer können gleichzeitig auf gespeicherte Daten zugreifen.
  • Ohne physisches Speichermedium wird Platz gespart – auf dem Schreibtisch und im Gepäck.
  • Im Gegensatz zu einem physischem Speichermedium wie USB-Stick oder CD kann eine Cloud nicht verloren gehen.
  • In Clouds steht beinahe unbegrenztes Speichervolumen zur Verfügung.
  • Einige Anbieter wie Dropbox bieten ein bestimmtes Speichervolumen kostenlos an.
Die Cloud im Cyberspace
Ohne Schutz für alle gut sichtbar: Die Cloud. (Bild: Jessie Eastland/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Risiken der Cloud

Das Wort „Cloud“ (deutsch: Wolke) romantisiert die Vorstellung davon, wo Daten landen, die auf einer Cloud gespeichert sind. Allerdings verdeutlicht es auch, wie einfach es für Fremde ist, an eine Cloud zu kommen, wenn sie nicht richtig geschützt ist.

Ebenso wird deutlich, dass man ähnlich wie bei einer Wolke nicht weiß, wo die Daten sind. So können sie nur schwer lokalisiert und Datenschutzrichtlinien einfach missachtet werden. Zudem haben unzählige Mitarbeiter Zugriff auf Clouds von Kunden und stellen ebenfalls einen Schwachpunkt dar.

Weitere Nachteile der Datenspeicherung in Clouds:

  • Der Nutzer hat keine unmittelbare Kontrolle über seine Daten, sondern ist abhängig von seinem Anbieter.
  • Schnelles Internet zum Herunterladen von Bildern oder Videos ist nicht überall verfügbar.
  • Datenschutzbedingungen sind vor allem bei Anbietern außerhalb Europas oft mangelhaft.
  • Möchte man den Cloud-Anbieter wechseln, ist ein Transfer der Daten nicht ohne Weiteres möglich.
  • Ist der Server des Cloud-Anbieters nicht erreichbar, sind auch die dort gespeicherten Daten nicht zugänglich.

Schutzmaßnahmen für Daten auf einer Cloud

Wer sich für die Datenspeicherung in einer Cloud entschieden hat, sollte sowohl bei der Auswahl des Dienstleisters als auch bei der späteren Nutzung einige Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigen:

  • Darauf achten, dass in den Datenschutzbestimmungen ein Verbot erteilt wird, Daten in andere Länder zu übertragen (SLA = Service Level Agreements).
  • Ausreichende Verschlüsselung der Daten, auch beim Transport, beachten.
  • Wichtig: Strenge Registrierungs- und Validierungsmaßnahmen des Anbieters erschweren Dritten den Zugang.
  • Seriöse Cloud-Anbieter nutzen.
  • Auf modernes Notfallmanagment im Vertrag achten.

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