Spam-Mail zu angeblichen Kontoschulden im Umlauf

Sorgfältig lesen und Spam-Mail erkennen

Wir informiern über die Spam-Absender und angeblichen Firmen
Spam-Mails sind nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. (Bild: qoqazian – fotolia.de)

Spam-Mails sind nicht ungewöhnlich. Zahlreiche Internetnutzer reagieren zunächst erschrocken, wenn sie eine E-Mail mit Zahlungsaufforderung erhalten. Den Kriminellen geht es dabei jedoch nicht um die Zahlung des Geldes, sondern die Verbreitung des Trojaners im Anhang, der den Computer infiziert, sobald der Nutzer die Datei öffnet oder herunterlädt. Gesunde Skepsis ist in jedem Fall geboten. Bei diesem Beispiel sollte man sich zunächst fragen, ob die eigene Bank bei bisherigen Problemen den Kontakt per E-Mail oder Post aufgenommen hat und ob die E-Mail eventuellen früheren Nachrichten der Bank ähnelt.

In der Spam-Mail ist Folgendes zu Lesen:

Sehr geehrter Kunde,

Wir sind ganz dankbar, dass Sie die Dienstleistungen unserer Bank benutzt haben.
Wir teilen Ihnen mit, dass vom 28.04.2014 die Schuld beim Konto #7305724589527541 2861.66 Euro beträgt. Wir bieten Ihnen an, die Rückzahlung der Geldmittel in vollem Umfang bis 15.05.2014 freiwillig durchzuführen.

Die freiwillige Rückzahlung der Geldmittel zum Vertrag #E3432FE967C240677 bietet Ihnen an:
1) Ihre positive Kredit-Geschichte beibehalten
2) Die Gerichtsverhandlung vermeiden

Im Falle der Nichtzahlung 2861.66 Euro sind wir im Rahmen der aktuellen Gesetzgebung berechtigt, die Gerichtsstrafe wegen der Schuldigkeit auszuführen.
Die Vertragskopie #E3432FE967C240677 und Zahlungsangaben sind zu diesem Brief als ZIP-Datei „vertrag_E3432FE967C240677.zip“ hinzugefügt.

Mit freundlichen Grüßen,
Leiter des Departments für die Arbeit mit den Schulden.
Vroni Thomsen
+49 (0) 30 525 365 25

Daran ist die Spam-Nachricht zu erkennen:

Zunächst mag die E-Mail nicht unseriös wirken. Grobe grammatikalische Fehler sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen und die Ansprache ist sehr höflich. Bei genauerem Lesen wird man aber beim Inhalt der Nachricht stutzig:

  • „Sehr geehrter Kunde“: Der Adressat wird nicht direkt angesprochen – seriöse Unternehmen verwenden den Namen ihrer Kunden.
  •  Absender: Aus der E-Mail ist nicht ersichtlich, welches Unternehmen, bzw. in diesem Falle welche Bank der Sender der Nachricht ist. Dazu kommt, dass die Bezeichnung „Department für die Arbeit mit den Schulden“ etwas dubios klingt.
  • Absender-Adresse: „xyz@yahoo.de“ klingt nicht nach einem größeren Unternehmen. Bei Zweifeln die Adresse einfach im Internet über eine Suchmaschine eingeben und die Ergebnisse abgleichen.
  • Konto- und Vertragsnummer: Überprüfen, ob diese mit den eigenen Daten übereinstimmt.
  • Formulierungen: Bei näherem Hinsehen fallen merkwürdige Formulierungen wie „Wir sind ganz dankbar“ auf. Bei „im Falle der Nichtzahlung 2861.66 Euro“ fehlt gleich ein ganzes Wort. Seriöse Unternehmen pflegen einen anderen Schreibstil.

Spam-Mail erhalten: Was tun?

Auch diese Spam-Mail sollte wie alle anderen sofort gelöscht werden. Dabei muss man darauf achten, die Mail unwiderruflich zu löschen – also den Papierkorb nach dem Löschen der Nachricht zu leeren. Und immer daran denken, den Anhang unter keinen Umständen zu öffnen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann ein Virenschutzprogramm laufen lassen.

Ein Gedanke zu „Spam-Mail zu angeblichen Kontoschulden im Umlauf

  • 6. Mai 2014 um 20:24
    Permalink

    Sehr geehrter Vertragsnehmer,

    wir heißen Sie herzlich willkommen und freuen uns, dass Sie uns Vertrauen geschenkt haben.

    Die Rechnung ist innerhalb von 7 Tagen zu begleichen. Im Anhang finden Sie nochmal die Rechnung mit unseren Kontodaten. Sollten Sie unser Angebot nicht annehmen, können Sie bequem innerhalb von 2 Wochen mit Hilfe des angehängten Formulars den Vertrag kündigen.

    Die 15 tägige Abo Gebühr beträgt 29,90 €. Die Laufzeit Ihres ABOs beträgt 6 Monate und könnte jeweils zum Monatsende gekündigt werden. Wir weisen Sie freundlich darauf hin, dass durch die Bestätigung der AGBs von Media Plattform GmbH ein rechtskräftiger Vertrag abgeschlossen wurde.

    Sollten wir weder eine Zahlung, noch eine Kündigung innerhalb von 7 Tagen erhalten, werden wir die Gebühren des Mahnverfahrens und Verzugszinsen Ihnen in Rechnung stellen müssen.

    Wir wünschen Ihnen weiterhin gute Unterhaltung auf unserer Plattform.

    Mit freundlichen Grüßen.

    Giropay Billing AG Aaron Zimmermann
    Media Plattform GmbH

    Antwort

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