WhatsApp: Neuer Kettenbrief sorgt für Unruhe

Betrüger wollen Gunst der Stunde nutzen

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Kettenbriefe verunsichern die WhatsApp-Nutzer. (Bild: Whatsapp Presse)

Nur kurze Zeit nach der Übernahme durch Facebook hat WhatsApp mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Erst kam es am 22. Februar zu einem tiefgreifenden Server-Ausfall, jetzt muss man sich zahlreicher Betrugsattacken erwehren. So erhält ein großer Teil der Smartphone-Besitzer, die regelmäßig den besagten Kurznachrichtendienst nutzen, seit einiger Zeit sogenannte Kettenbriefe. Das Ziel der Absender solcher Nachrichten ist es, möglichst viele Menschen zu erreichen und diese zu verunsichern. Von dieser aufkommenden Unsicherheit soll unter anderem durch „neue Tarifangebote“ finanziell profitiert werden.

Der aktuelle Kettenbrief

Der sich aktuell im Umlauf befindliche Kettenbrief enthält die Forderung, ihn umgehend an Freunde und Bekannte der eigenen Kontaktliste weiterzuleiten, sodass der Handynutzer den Status eines „aktiven Nutzers“ erhalten und den vollen Funktionsumfang von WhattsApp weiterhin nutzen kann. Im Wortlaut heißt es wie folgt:

„Um jetzt zu untersuchen ob Sie einer der „aktiven WhatsApp-Besitzer“ sind oder nicht, haben wir diese Nachricht verfasst. Wer sie erhaltet und dann an 10 weitere Kontakte via WhatsApp versendet (Gruppen oder Broadcast ausgeschlossen), der wird in unserere Liste als „aktiver WhatsApp-Nutzer“ eingetragen und hat weiterhin WhatsApp mit allen Funktionen. Wer diese Nachricht nicht weitersendet, an zu wenige, nur in Gruppen oder via Broadcast der wird als „nicht aktiver WhatsApp-Nutzer“ eingetragen. Innerhalb einiger Wochen werden die Änderungen übernommen, solange habt ihr Zeit. Danach werden alle neuen WhatsApp-Benutzer als „nicht aktive WhatsApp-Benutzer“ eingetragen.“

Die Kernaussage der Nachricht besteht darin, dass der Funktionsumfang der App bei allen WhatsApp-Nutzern, die den beschriebenen Anweisungen nicht Folge leisten, innerhalb einiger Wochen drastisch eingeschränkt wird, da diese fortan als „nicht aktive WhatsApp-Nutzer“ gelten.

Doch was im ersten Moment durchaus seriös und vorstellbar klingt, lässt sich bei näherer Betrachtung ganz leicht als dreiste Fälschung enttarnen. Schon in diesem kurzen Abschnitt des Kettenbriefes findet man einige Hinweise darauf, dass es sich um Falschmeldung handelt:

  • Tippfehler – „unserere“
  • grammatische Fehler – „wer sie erhaltet“
  • unpassende Ansprache – „solange habt ihr Zeit“

Nicht verunsichern lassen

In einem anderen Teil der Nachricht heißt es, dass man sich den vollen Funktionsumfang, ungeachtet der gesetzten Frist, zu einem Preis von 4,99 € freischalten lassen könne. Auch hier sollte man stutzig werden, denn die aktuellen Kosten für WhatsApp sind deutlich geringer und werden im Ein-Jahres-Turnus erstattet. Sollte sich tatsächlich etwas an den Rahmenbedingungen der Nutzung von WhatsApp ändern, erfährt man dies nicht nur in Form einer Kurznachricht, sondern auch auf den offiziellen Internetpräsenzen des Unternehmens. Im besten Fall ignoriert man derartige Nachrichten und löscht sie sofort nach deren Erhalt.

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