Virus-Alarm: Die gefährlichsten Promi-Suchen im Netz

So funktioniert der Promi-Trick

Hacker
Schadsoftware lauert häufig auf Seiten, die Material von Prominenten anbieten (Bild:XtravaganT/Fotolia)

Will ein Hacker seine Viren verbreiten, funktioniert das am besten, indem er sie auf das Suchverhalten möglichst vieler Menschen abstimmt. Berühmte Personen wie Schauspieler, Musiker oder Komiker ziehen das meiste Interesse auf sich und dienen darum auch den Machenschaften der Kriminellen. Mc Afee, Hersteller von Computersicherheitssoftware, brachte kürzlich zum siebten Mal eine spezielle Liste heraus, die eine Rangfolge für die gefährlichsten Prominenten im Internet aufzeigt. 2012 belegte noch der „Harry Potter“-Star Emma Watson die Spitzenposition, im Jahr 2013 ist es die britische Schauspielerin Lily Collins.

Ergänzende Suchwörter wie „hot“, „nude“, „free download“ oder „screensaver“ erhöhen die Gefahr, zu einer gefälschten Seite geführt zu werden. Dort werden den Fans meist kostenlose Downloads angeboten, durch die dann problemlos gefährliche Inhalte auf den Computer gelangen können. Angefangen bei Spam, über weniger problematische Programme wie Adware, reicht das Spektrum bis hin zu Viren, die Systemangriffe ausführen oder Spyware und Phishing-Software zum Diebstahl von Passwörtern und anderen persönlichen Informationen.

Lily Collins
Lily Collins steht 2013 auf Platz eins der McAfee-Liste „Most Dangerous Celebrities“ (Bild: MyCanon/Wikipedia unter CC BY-SA 2.0)

Berühmte Frauen sind schädlicher

Öffentliches Interesse erzeugt Lily Collins, weil ihre Schauspielkarriere mit Filmen wie „Chroniken der Unterwelt: City Of Bones“ einen Höhepunkt erreicht hat, sie darüber hinaus als Model gefragt ist und ihr Vater der berühmte Musiker Phil Collins ist. Die Wahrscheinlichkeit, durch eine Suche nach ihr auf eine schädliche Seite geleitet zu werden, liegt laut McAfee bei über 14 Prozent und rechtfertigt den ersten Platz der Liste gefährlicher Internet-Stars.

Auffällig ist, dass die Liste zum Großteil aus weiblichen Prominenten besteht, was mit dem unterschiedlichen Surfverhalten weiblicher und männlicher User zu erklären ist. Weibliche Internetnutzer suchen maximal nach Bildschirmschonern männlicher Stars, während männliche Surfer viel häufiger auf Nacktbilder weiblicher Stars aus sind, ob diese vorhanden sind oder nicht. Dieser Unterschied in der Nachfrage führt zu einer höheren Gefahr, von Seiten mit weiblichen Prominenten Schadsoftware zu beziehen.

Zweifel schützt am effektivsten

Lädt man sich freiwillig einen Ordner mit vermeintlich gewünschten Inhalten herunter, hilft oft der beste Virenschutz nicht. Deshalb ist schon während des Besuchs von unbekannten Webseiten erhöhte Vorsicht geboten. Besonders alarmierend sind:

  • auffällig in Szene gesetzte kostenlose Download-Angebote
  • automatische Weiterleitungen zu Downloads
  • Falschschreibungen in der Internetadresse

Achtet man auf diese Anzeichen unseriöser Anbieter und verhält man sich beim Seitenbesuch sowie vor Downloads grundsätzlich misstrauisch, muss man weitaus weniger mit einer Infizierung des Computers rechnen. Wer vorwiegend bekannte Internetseiten besucht, sichert sich zusätzlich ab.

Die Top 10 der gefährlichsten Star-Suchen

  1. Lily Collins
  2. Avril Lavigne
  3. Sandra Bullock
  4. Kathy Griffin
  5. Zoe Saldana
  6. Katy Perry
  7. Britney Spears
  8. Jon Hamm
  9. Adriana Lima
  10. Emma Roberts

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