Facbook-Trojaner tarnt sich als Video

Ein neuer Trojaner, der sich über das soziale Netzwerk Facebook verbreitet, soll nach Angaben von Internetexperten bislang 800.000 PC-Systeme infiziert haben. Als Video getarnt, späht ein Plugin Passwörter von E-Mail, Facebook- und Twitter-Accounts aus. Facebook-Nutzer sollten aus diesem Grund Vorsicht walten lassen.

Schadsoftware gelangt als Browser-Plugin zum Nutzer

Hacker
Ein schädliches Browser-Plugin späht die Passwörter von Facebook-Nutzern aus. (Bild:XtravaganT/Fotolia.com)

Per E-Mail oder Privatnachricht wird dem Facebook-Nutzer dabei mitgeteilt, dass er in einem Eintrag des sozialen Netzwerks verlinkt worden sei. Folgt er dem in dieser Nachricht enthaltenen Link, gelangt er auf eine Seite, die ein Video anbietet, zuvor allerdings zum Download eines Browser-Plugins auffordert. Lädt der Nutzer dieses Plugin herunter, installiert er automatisch einen Trojaner, der nicht allein seine Passwörter ausliest, sondern auch den Browser infiziert: Antivirenseiten können ab diesem Zeitpunkt nicht mehr aufgerufen werden.

Facebook erneutes Ziel von Hackerangriffen

In der Vergangenheit wurde das soziale Netzwerk mit mehr als einer Milliarde Nutzer häufig Ziel von Hackerangriffen. Nutzer können sich nicht immer einhundertprozentig vor möglichen Schäden schützen, da viele Kriminelle auf teils raffinierte Methoden zurückgreifen.

In jedem Fall ist es angeraten, das eigene Surfverhalten zu überprüfen:

  • Nachrichten und Kurzmitteilungen, deren Quelle nicht eindeutig identifiziert werden kann, sollten aus diesem Grund ignoriert werden.
  • Links, deren Herkunft ebenso unklar und deren Ziel nicht nachzuvollziehen ist, sollte nicht gefolgt werden.

Von Facebook unabhängige Seiten, die zur Installation von Plugins, Erweiterungen oder einer bestimmten Software auffordern, um Inhalte auf Facebook nutzen bzw. darstellen zu können, müssen ebenso mit Vorsicht behandelt werden. Vor dem Herunterladen von Plugins und anderen Inhalten aus dem Internet sollte jeder Nutzer deshalb die Vertrauenswürdigkeit der Quelle überprüfen. Große Softwareportale und -seiten bieten hier mehr Sicherheit als dubiose Angebote im Netz.

Was tun bei einer Infizierung des PCs?

Wer versehentlich besagtes Plugin heruntergeladen hat, sollte in jedem Fall seinen Rechner von einer aktualisierten Antivirensoftware scannen lassen. Ist ein entsprechendes Programm nicht installiert, der Browser aber auch nicht in der Lage, auf Anbieterseiten von Antivirenprogrammen zuzugreifen, hat der Trojaner auch diesen infiziert.

Bislang gehen IT-Experten davon aus, dass Microsofts Internet Explorer nicht von dem vor wenigen Tagen aufgetauchten Trojaner beschädigt wird. Sollte der eigene Browser somit nicht auf Anbieterseiten von Antivirenscannern zugreifen können, kann die Benutzung des Internet Explorers Abhilfe schaffen.

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