Gefälschte Mail: Postbank stellt System nicht um

Unter dem Betreff „Verbesserung des Kundenservices“ werden momentan Spam-Mails mit der Nachricht, dass angeblich das Online-Banking-System der Postbank gesperrt wurde, versendet. Laut Phishing-Mail sollen Einstellungen geändert und Tests durchgeführt werden. In der Spam-Mail werden die Kunden zusätzlich dazu aufgefordert, mehrere Schritte zur Wiederfreischaltung der Accounts durchzuführen.

Postbank fordert keine Freischaltung von Kundenkonten

Vorsicht vor der gefälschten Postbank-Mails
Vorsicht vor der gefälschten Postbank-Mails (Bild: Kaarsten – Fotolia.com)

Vor kurzer Zeit erreichte uns eine Nachricht von Claudia, die uns die betreffende E-Mail weiterleitete. An dieser Stelle vielen Dank an Cornelia für die Einsendung dieser Spam-Nachricht.

Bei der besagten Postbank-Mail handelt es sich um einen Betrugsversuch. Das Vertrauen der Kunden zu der Online-Banking-Website wird ausgenutzt, um Kontodaten und TAN-Nummern zu erschleichen. Der unter der Nachricht stehende Anmelden-Button oder sonstige Anhänge sollten auf keinen Fall geöffnet oder angeklickt werden. Der Link führt nicht zur Postbank.

Zahlreiche sprachliche Fehler und die Mailadresse des Absenders (studio@raise.de) irritieren die Kunden und enttarnen die Betrüger. Fehlende Artikel und Zeichensetzung geben zusätzlich Hinweise auf eine unseriöse Herkunft der Nachricht. Die Anrede der Kunden erfolgt beispielsweise in der Nachricht ohne Namen zu nennen. Der tatsächliche Postbank-Kundenservice würde nur E-Mails mit individueller Anrede und unter Angabe der Kundennummer versenden.

Außerdem würde eine solche Organisation von Freischaltungen auf mangelnde Professionalität und Kundenbetreuung hinweisen, denn die Kunden sollen mehreren Schritten bis zur Freischaltung ihres Kontos folgen. Zudem würde die Postbank niemals ohne Vorwarnung Kundenkonten sperren lassen. Auch der angegebene Grund der mangelnden Kundenzufriedenheit und der sofort notwendigen Tests sollte ein Hinweis auf eine Spam-Mail sein.

Tipp: Bei Unsicherheiten können verdächtige Nachrichten an die E-Mail-Adresse: missbrauch@postbank.de geschickt werden, um die Herkunft der Spam-Nachrichten zu klären.

Spam-Nachricht im Namen der Postbank

Sehr geehrter Postbank Kunde,

Postbank hat von seinen Kunden mehrere Beschwerden über das MobileTAN System erhalten. Die Unzufriedenheit seiner Kunden ist daß die MobileTAN nicht immer zur Zeit ankommt.

Postbank will das MobileTAN System verbesseren und hat demnach den Zugang dazu blockiert um einen Test durchzuführen.

Alle Kunden die Ihr MobileTAN System freigeben möchten, müssen den von uns vorgegebenen Schritten folgen. Um Ihr MobileTAN System freizugeben loggen Sie sich bitte so bald wie möglich in Ihr Konto ein.

2 Gedanken zu „Gefälschte Mail: Postbank stellt System nicht um

  • 3. Juli 2013 um 09:12
    Permalink

    Hallo,
    auch mein Sohn und ich werden ständig mit dubiosen E-Mails konfrontiert, ob von der Postbank, Hornbach oder sonst wen.
    Mal soll man ein Konto freischalten, dann hat man angeblich was gekauft und die Ware nicht bezahlt.
    Zur Zeit ist es echt schlimm mit diesen Mails.
    Wie gut, dass wir da aufpassen und diese Mails, ohne den Anhang zu öffnen, gleich löschen.
    Man kann nie vorsichtig genug sein.

    Antwort
  • 23. Januar 2014 um 15:49
    Permalink

    Habe heute auch zum wiederholten Mal diese email erhalten. Da ich sowieso kein Kunde bei der Postbank bin, fällt es mir auch leicht, diese zu löschen. Dasselbe gilt auch bei mails von diversen anderen Anbietern. Bei Anbietern, bei denen man Kunde ist, muss wirklich in jedem Fall abgewägt werden, löschen oder nicht.

    Bei der großen Flut von Pishing-mails, die zurzeit im Umlauf ist, keine einfache Aufgabe.

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.