Skype-Trojaner errechnet Bitcoins und legt den Computer lahm

Bitcoins stellen eine alternative Währung zu normalem Bargeld dar. Viele Online-Händler akzeptieren mittlerweile das Geld 2.0. Die virtuellen Münzen lassen sich auf einem Handelsplatz kaufen oder illegal selbst errechnen. Ein neuer Skype-Trojaner nimmt sich der zweiten Variante an und nutzt fremde Computer, um die Bitcoin-Codes zu errechnen. Der PC wird dadurch unbrauchbar.

Skype Trojaner
Vorsicht vor dem Skype-Trojaner (Bild: kebox – Fotolia.com)

Bereits seit 2009 lassen sich Bitcoins erwerben. Die dezentrale Währung basiert auf einem kaum zu entschlüsselnden Sicherheitssystem und wird im Normalfall an einer eigenen Börse gehandelt und generiert. Doch immer mehr Hacker nehmen sich dem illegalen „Mining“ an, erzeugen eigene Bitcoins. Das Vorhaben dauert mit einem handelsüblichen Computer allerdings mehrere Jahre; um an schnelles Geld zu kommen, ist das viel zu lang. Deshalb spannen sie fremde Computer in ihre illegalen Machenschaften ein.

Schnelle CPU, langsamer Rechner

Aktuell nutzen sie dafür das Skype-Netzwerk. Mit der Nachricht „Das ist mein Lieblingsfoto von Dir“ locken die Hacker ahnungslose Nutzer auf einen Link, der den gefährlichen Trojaner enthält. Sobald dieser sich auf dem PC oder Laptop eingenistet hat, startet das Berechnen. Millionen Rechenoperationen werden vorgenommen, die den Prozessor bis an seine Grenzen bringen. Im Taskmanager zeigt sich eine CPU-Auslastung von 99 Prozent. Der Computer ist damit für normale Arbeiten unbrauchbar – nicht mal ein Textdokument lässt sich ohne Verzögerung schreiben.

Das Sicherheitsunternehmen Kaspersky fand den Trojaner und gab ihm die Bezeichnung „Trojan.Win32.Jorik.IRCbot.xkt“. Die meisten Virenprogramme sind mittlerweile auf den Schädling vorbereitet und schlagen sofort Alarm. Dennoch sollte man aktuell im Skype Vorsicht walten lassen, wenn der Rechner auch nach dem nächsten Chat noch ordentlich funktionieren soll. Externe Links sollten nur angeklickt werden, wenn der Absender ein Bekannter oder Freund ist.

Der Vorfall zeigt deutlich, dass Bitcoins noch keine ausgereifte Alternative zum normalen Geld darstellen. Die Währung ist manipulierbar, besitzt eine natürliche Grenze, die bereits im Jahr 2033 erreicht ist, und unterliegt starken Kursschwankungen.

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