Vorsicht – „Du hast ein Foto erhalten. Antworte zum Abruf des Bildes mit OK“ SMS-Spam

Ich habe heute eine SMS bekommen mit folgendem Inhalt:

Du hast ein Foto erhalten. Antworte zum Abruf des Bildes mit OK

von einer mir unbekannten Nummer. Augenscheinlich handelt es sich um eine normale Handynummer. Ich dachte also, dass das ja kein Problem ist zu antworten. Es kostet mich nur eine SMS und ich kann mir das Bild anschauen. Ich bin einfach zu neugierig 😉

Ich hab es dann doch nicht gemacht, da ich kurz im Internet recherchiert habe. Da habe ich so einiges rausgefunden. Wenn man doch zu neugierig ist und eine Antwort-SMS mit dem Inhalt „OK“ schickt bekommt man auch sofort eine Antwort zurück, die dann ungefähr so lautet:

„Willkommen beim Chat der Mobile GSM Ltd. Dieser Dienst kostet 1,99Euro/SMS“

Wie ich herausgefunden habe, kann der Betrag pro SMS auch locker bis zu 4,99 Euro reichen, was auch schon die erste SMS gekostet hat. Doch woher haben die meine Handynummer? Es nicht so, dass in irgendeiner Zentrale jemand sitzt und die Telefonbücher studiert. Das ganze System läuft über Computer. Diese wählen per Zufallsprinzip Handynummern aus und versenden an diese SMS. Falls jemand antwortet wissen die genau, dass diese Nummer existiert und merken sich diese Nummer, um später erneut irgendwelche Lock-SMS zu senden. Wie das Ganze dann läuft kann man in einem Insiderbericht bei der Verbracherzentrale Hamburg nachlesen.

Doch was macht man, wenn man schon geantwortet hat aber doch den Chat Dienst nicht nutzen möchte oder wenn man sich gestört fühlt? Sehr viel kann man nicht machen. Zuerst sollte man den Vordruck der Bundesnetzagentur zum Rufnummernspam ausfüllen und zur Bundesnetzagentur schicken. Falls genug Beschwerden über eine Nummer oder einen Anbieter bei der Bundesnetzagentur ankommen kann die Nummer gesperrt werden und der Anbieter bekommt ein Rechnungslegungsverbot.
Außerdem kann man versuchen den Absender beim Provider herauszufinden und ihn direkt anzuschreiben und eine Löschung seiner Nummer aus dem System zu verlangen. Das ist aber nicht so einfach, da die Provider nicht einfach die Daten herausgeben.

Da bleibt wohl nur noch seine SIM Karte wegzuwerfen und eine Neue zu holen 😉

    1. Insiderbericht bei der Verbaucherzentrale Hamburg
    2. Vordruck der Bundesnetzagentur zum Rufnummernspam

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