Sicherheit: Bargeldlos Einkaufen per Fingerabdruck

Der deutsche Lebensmittel-Einzelhändler EDEKA möchte seinen Kunden das Bezahlen an der Kasse noch angenehmer machen und setzt jetzt auf die bargeldlose Bezahlung per Fingerabdruck. Der Chaos Computer Club (CCC) warnt schon seit Jahren vor dem möglichen Missbrauch von Fingerabdrücken. Der Fingerabdruck ist zwar wegen seinen eindeutigen Merkmalen unverwechselbar, erschwert aber dadurch nicht automatisch den Missbrauch. Jeder Mensch hinterlässt jeden Tag mehrere Fingerabdrücke an den verschiedensten Orten.

Das ARD-Wirtschaftsmagazin „Plusminus“ hat zusammen mit dem Chaos Computer Club das System mit einem erschreckenden Ergebnis auf seine Sicherheit hin geprüft. Ein Experte vom CCC hat den Fingerabdruck des Reporters kopiert und das Fingerabdruck-Bezahlsystem von Edeka mit einer Attrappe überlistet.
In kürzester Zeit wurde die Fingerabdruck-Attrappe mit handelsüblichen Gegenständen erstellt. Benötigt wurde ein Sekundenkleber, ein Plastik-Schraubverschluss einer Flasche, eine Digitalkamera, ein PC mit Laserdrucker, ein Folie und ein gewöhnlichen Holzleim aus dem Baumarkt.

Ich würde es niemanden empfehlen seinen Fingerabdruck für den Einkauf freizugeben. Eine EC-Karte kann bei Verlust schnell gesperrt werden. Innerhalb weniger Tagen bekomme ich eine neue Karte und kann damit fröhlich weiter einkaufen gehen. Der Verlust der EC-Karte fällt jedem eigentlich spätestens beim nächsten Bezahlvorgang auf. Nur wann merke ich, ob mein Fingerabdruck genutzt wird? Und kann ich den Fingerabdruck dann jemals wiederverwenden?

Das gleiche gilt natürlich auch für die Passwortfreischaltung des Computers per Fingerabdruck.
Irgendwann werden nicht mehr die Kreditkarten-Nummer auf dem Schwarzmarkt gehandelt, sondern Personendaten inklusive Fingerabdruck.

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