Viren in Geschenken – Vorsicht bei der Onlinesuche

Weihnachtszeit ist Geschenkezeit. Überall suchen die Menschen nach Präsenten für ihre Liebsten. Auch das Internet dient als Inspirations- und Einkaufsquelle. Doch gerade in der Weihnachtszeit ist Vorsicht geboten, wenn man nach Geschenken sucht. Hacker präparieren beliebte Dateien und Suchanfragen mit Malware, die sich unbemerkt auf den Rechnern einschleust.

Das Sicherheitsunternehmen F-Secure hat seine jährliche Liste herausgebracht, die den Menschen die gefährlichsten Suchanfragen aufzeigt. Dabei finden sich neben Filmen auch Spielsachen in dem Ranking. Die Spitzenposition hat jedoch eine aktuelle Konsole inne. Das Top-10-Ranking beginnt mit dem Film „Twilight-Breaking Dawn Teil 1“. Die Euphorie um das Finale der Roman-Verfilmung lässt auch die Hacker euphorisch werden. Auf verschiedenen Seiten, die sich angeblich mit dem Kino-Hit beschäftigen, hinterlassen die Cyberkriminellen Malware. Diese verseucht den Computer unbemerkt und ist vor allem für die persönlichen Daten gefährlich.

Spielzeug
Furby bringt nicht nur Kindern, sondern auch Hackern Freude. (Bild:Andreas Praefcke – gemeinfrei/Wikipedia)

Revival für „Furby“ wird zum Revival von Malware

Platz 9 gehört einem Spielzeug. Das berühmte „Furby“ erlebt gerade sein Revival. Auch im Internet suchen die Menschen nach dem knuffigen Spielzeug. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Suchanfragen führen schnell zu Seiten, die mit Trojanern präpariert sind. Direkt vor dem Furby landen Touchscreen-Handschuhe, die auch im Winter eine reibungslose Eingabe auf Smartphones ermöglichen. Da die kalte Jahreszeit gerade beginnt, steigen auch die Suchanfragen und damit auch die Virenanzahl in die Höhe.

Zwei Smartphones teilen sich den siebten Platz. Sowohl das iPhone 5 als auch das Samsung Galaxy S3 sind bei Hackern gern genutzte Suchbegriffe. Schnell sind Seiten mit Malware versehen, die sich beim Anklicken der Website auf dem Rechner installiert. Ein gefährlicher Vorgang, obwohl man nur nach einem neuen Handy gesucht hat. Auch Platz 6 ist von diesem Problem betroffen. Windows 8 ist gerade erst auf dem Software-Markt erschienen. Doch die Cyberkriminellen stürzen sich mit großer Freude auf den Suchbegriff. Auch hier ist Vorsicht geboten. Grundsätzlich sollte man nur Seiten trauen, die man bereits kennt. Dubiose Seiten mit super Angeboten solle man aus dem Weg gehen.

Die Wii U verdrängt die Tablet-Elite

Die Mittelposition im Ranking gehört dem Film „Der Hobbit“. Aufgrund der „Herr der Ringe“-Trilogie warten alle Fans auf dem Film. Diese Euphorie nutzen Hacker und präparien Seiten, die Kinotickets im Vorverkauf anbieten. Auf dem undankbaren vierten Platz liegt das Computerspiel „Call Of Duty Black Ops 2“. Das beliebte Weihnachtsgeschenk wird oft auch als Download im Internet angeboten. So wird es für Cyberkriminelle einfach, Dateien mit Schadsoftware zu versehen. Den ersten Podestplatz hat der Suchbegriff „Apple iPad Mini“ inne. Das Interesse an dem Mini-iPad ist ungebrochen und zieht auch die Hacker an.

Konsole
Die meisten Viren und Trojaner gibt es bei der Suchanfrage nach der neuen Nintendo-Konsole Wii U. (Bild: ze_bear/Wikipedia unter CC BY-SA 2.0)

Der zweite Platz gehört ebenfalls einem Tablet. Das Kindle Fire HD von Amazon erfreut sich großer Beliebtheit bei Kunden und Malware-Herstellern. Sie präparieren Kaufseiten mit Viren und Trojanern und schleusen so ihre Schadsoftware auf fremden Computern ein. An der Spitze des Rankings steht die neue Spielkonsole von Nintendo. Die „Wii U“ ist laut F-Secure der Suchbegriff mit den meisten Malware verseuchten Seiten. Bei der Suche nach der Konsole ist besondere Vorsicht geboten.

Doch es muss nicht immer mit einem Virus enden. Mit dem richtigen Schutz erkennt man gefährliche Seiten frühzeitig und kann einen gefährlichen Befall verhindern. Ein Browser Add-On wie WOT warnt Nutzer vor dem Eintritt einer nicht vertrauenswürdigen Seite. Ansonsten ist erneut ein Virenscanner zu empfehlen, der nach Malware auf dem PC sucht und diese entfernt.

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