Auch Facebook von Spam und Trojanern betroffen

Facebook erfreut sich großer Beliebtheit. Jeder siebte Bürger besitzt ein Konto in dem sozialen Netzwerk, die meisten arbeiten aktiv an der Erstellung ihres Profils. Sei es mit Posts über Videos, Zitate oder der Einstellung von Fotos. Das Phänomen machen sich Hacker zu Nutze und verteilen Schadsoftware wie Trojaner per Facebook.

Facebook
Facebook kämpft bereits seit Längerem mit gefährlichen Kettenbrief-Posts. (Bild: Elaine Chan/Wikipedia unter CC BY 2.5)

Malware als Kettenbrief

Dabei ist die Masche für die Hacker sogar um einiges einfacher. Täglich fallen im Freundeskreis der Nutzer dutzende Posts an, viele davon sind Fotos oder Videos. Die Programmierer der Trojaner nutzen das uralte Prinzip der Kettenbriefe und stellen scheinbar spektakuläre oder anstößige Filme in das Netzwerk. Die Interessierten klicken darauf, müssen noch kurz einen Videoplayer installieren und kommen dann in den Genuss, des Videos.

Dabei ist der Film meist gar nicht spektakulär. Das muss er aber auch gar nicht sein. Die Hacker haben erreicht, was sie wollten. Der Nutzer hat einen angeblichen Player installiert, der in Wahrheit Malware in sich tragen könnte. Jetzt installieren sich Viren oder Trojaner auf dem Rechner des Geschädigten. Doch das Problem an Facebook ist die große Vernetzung. Denn durch das Anklicken des schädlichen Posts fängt man sich nicht nur selbst die Malware ein, sondern postet das Video automatisch auf der eigenen Pinnwand.

Hilfe aus dem Internet

Die eigenen Freunde sehen das und klicken ihrerseits auf den Film, der angeblich gut oder schockierend ist. Erneut installieren sich die Schadprogramme und verbreiten sich so rasant. Deshalb ist es zwingend notwendig, die Quelle dubioser Videos vor dem Anklicken zu prüfen. Eine gute, aber leider englischsprachige Seite ist der Internetauftritt „hoax-slayer.com“. Täglich stellen die Betreiber der Seite die beliebtesten und am meisten verbreiteten Kettenbriefe auf Facebook vor und warnen. Hier kann man sich sehr gut informieren, welchen Ursprung die Posts haben.

Das Problem der Malware-Spams auf Facebook grassiert bereits seit vielen Monaten. Doch gerade durch die offene Programmierschnittstelle ist es für Hacker ein Leichtes, unauffällige Schadsoftware zu erstellen. Facebook sucht nicht aktiv nach diesen Posts, reagiert aber auf Klagen der User recht zügig. Für die Nutzer bedeutet die Bedrohung vor allem eins: Man sollte nicht unbedacht auf Links im sozialen Netzwerk Facebook klicken. Auch nicht, wenn die gefährlichen Videos scheinbar von Freunden kommen.

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