Deutsche Internetnutzer erhalten gefährlichsten Spam

Wir informiern über die Spam-Absender und angeblichen Firmen
Bei drei von vier versendeten Emails handelt es sich um Spam. (Bild: qoqazian – fotolia.de)

Anzahl der Spammails weiter gestiegen

Die Anzahl der Spammails sei um 2,3 Prozent gegenüber August gestiegen. Der Gesamtanteil von Spammails am Emailverkehr liegt damit bei 72,5 Prozent. Weltweit enthielten 3,4 Prozent der verschickten Mails gefährliche Anhänge oder Links. In Deutschland seien es sogar 13,82 Prozent. Der weltweit viertgrößte Anbieter von Sicherheitsoftware beobachtet dabei einen steigenden Anteil von Trojanern und Backdoor-Programmen. Mit diesen Programmen ist es Cyberverbrechern möglich, Betriebssysteme zu sperren und andere Malware nachzuladen.

Der Anteil der Phishing-Mails hat sich im Vergleich zum Vormonat verdreifacht. Insbesondere soziale Netzwerke gelten als beliebtestes Angriffsziel. Beim Phishing wird versucht, mit Hilfe gefälschter Internetadressen, Emails oder Kurznachrichten an Passwörter und andere persönliche Daten von Internetnutzern zu gelangen.

„Social Engineering“ mit Michelle Obama und Asma al-Assad

Bei der Versendung von Spam geben sich die Absender zunehmend politisch. Als eine Methode des „Social Engineering“ verwenden sie die Namen von Prominenten und wollen so eine scheinbare Authentizität des Absenders vortäuschen. Hierfür wird speziell von tagespolitischen Themen Gebrauch gemacht. In einem Fall will angeblich Asma al-Assad, die Ehefrau des syrischen Diktators Baschar al-Assad, mit Hilfe der Mail-Empfänger Reichtümer aus dem Lande bringen. In einem anderen Fall ist es angeblich die First Lady der USA, Michelle Obama, die Geld aus einem Fond des Weißen Hauses an die Adressaten verteilen möchte.

Beliebt ist auch die Verwendung bekannter Firmennamen, wie Gazprom, Lukoil oder Groupon. Auch hier soll die scheinbare Seriosität der unlauteren Angebote, wie zum Beispiel von angeblichen Lotteriegewinnen, durch die Bekanntheit der Firmen unterstrichen werden. Die Firma Kaspersky weist in ihrer Mitteilung darauf hin, „dass Spammer in ihren Versendungen absolut jede bekannte Marke oder Firma ins Spiel bringen können, um eine größere Resonanz auf ihre Mitteilungen zu erzielen“.

Beliebte Spamthemen bleiben weiterhin lukrative Verdienstangebote, Bankbenachrichtigungen Pharma-Spam und auch im September schon der erste Weihnachts-Spam. Bei Emails mit solchen Inhalten ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten.

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