Internetverbrecher werden immer dreister

Die Zahl der Angriffe auf Computer und Handys steigt weiter. Mafiöse Organisationen nutzen Schadprogramme, sogenannte Malware, um an private Daten und vertrauliche Informationen zu gelangen. Die Hintermänner sind weltweit vernetzt und nur schwer zu fassen.

Software
Hinter der Verbreitung von Malware stecken oft mafiöse Strukturen. (Bild:XtravaganT/Fotolia.com)

Effizientes Informationsnetz

Die Internet-Verbrecher verfügen über ein schnelles und effizientes Informationsnetz. Ständig befinden sich Hacker auf der Suche nach Sicherheitslücken, um Computer und Handys zu infiltrieren. Unbemerkt installieren sie Malware, um Passwörter auszuspionieren, Adressbüchern zu durchsuchen und in Datenbanken zu schnüffeln. Die erbeuteten Informationen schicken die Web-Gangster an ihre Hintermänner weiter.

Selbst wenn sich keine verwertbaren Daten auf den gehackten Computern befinden, sind sie für den Angreifer nicht wertlos. Ohne, dass es die Besitzer merken, werden Computer in sogenannte Bots umgewandelt. Dabei wird der Rechner heimlich mit anderen Computern vernetzt, um seine Rechenleistung zu nutzen. Mit vereinter Kraft werden tausender solcher „Zombie-Computer“ zu großen Hack-Angriffe koordiniert oder massenweise als Spam-Mails verteilt. Oder die Bot-Netzwerke werden genutzt, um weitere Malware zu verbreiten. Fremde Computer dienen als Werkzeug für die Cyberverbrecher.

Vermehrt Smartphones gefährdet

Der Verkauf, der auf diese Weise erbeuteten Daten, geschieht auch im Internet. Auf versteckten „Marktplätzen“ oder in geheimen Foren bieten die Gangster ihre geraubte Ware feil. Hier bieten verbrecherische Programmierer auch Auftragsarbeiten für individuelle Virenprogramme an, die je nach Bedarf der Drahtzieher erstellt werden.

Besonders gefährdet sind Smartphones. Inzwischen gibt es bereits 14.000 Virenprogramme für Handys und täglich werden es mehr. Die unerwünschten Programme verschicken beispielsweise Premium-SMS oder starten teure Telefonanrufe. Die Einnahmen landen auf den Konten der Gangster, die für gewöhnlich im Ausland und damit nur schwer zu fassen sind.

Abhilfe schafft nur eine regelmäßige Aktualisierung der verwendeten Software, eine strikte Geheimhaltung von Daten und ein regelmäßiges Ändern von Passwörtern. Das Nutzen von Virenschutzprogrammen sollte für jeden Smartphone-Besitzer und Computernutzer ohnehin selbstverständlich sein.

Ein Gedanke zu „Internetverbrecher werden immer dreister

  • 14. Mai 2013 um 20:11
    Permalink

    Hallo, erstmal!

    Hier eine weitere Email von Abzockern. Die sind schon dreist. 🙁 Im übrigen war auch hier ein ZIP dabei, die nicht geöffnet wurde. Ich habe klingel.de gleich eine Email geschickt. Mal sehen was da rauskommt.

    Frechheit.

    Sehr geehrte/r …………….,

    leider haben Sie auf unsere Forderung bis heute weder durch Zahlung noch durch eine Erklärung für das Ausbleiben dieser, reagiert.

    Wir sind auf die pünktlichen Zahlungen unserer Kunden angewiesen, denn auch wir müssen unseren Zahlungsverpflichtungen rechtzeitig nachkommen.

    Dies bedeutet einen gesetzlichen einseitigen Vertragsbruch Ihrerseits. Nach geltendem Recht könnten wir die offene Forderung bereits jetzt bei Inkasso anklagen. Wir schenken Ihnen jedoch noch eine letzte Möglichkeit, Ihre vertragliche Verpflichtung zu erfüllen, indem Sie unverzüglich die ausstehende Summe in Höhe von 987,00 Euro an uns zur Zahlung bringen. Die Zahldaten finden Sie im beigefügten Dokument.

    Support@klingel.de
    Service-Hotline 0180 8502 / 605
    http://www.klingel.de

    Geschäftsführer Dominic Schmid
    Umsatzsteuer 3188209700

    Antwort

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