Umfrage ergibt: 300 Millionen Spam-Mails täglich

Gefahren durch Spam-Mails

Lutz Neugebauer vom Branchenverband BITKOM sagte: “Spams können nicht nur lästig sein und unerwünschte Werbung enthalten, oft stecken Betrüger dahinter oder es wird versucht, Schadsoftware auf dem PC des Benutzers zu installieren.“ In Deutschland ist auf das Versenden von Spam-Mails ein Bußgeld in Höhe von 50.000 Euro ausgesetzt. Das Problem ist aber, dass ein Großteil der unerwünschten Nachrichten aus dem Ausland verschickt wird und es deshalb schwer möglich ist, deutsches Recht anzuwenden.

Spam-Mail
Trotz Filtermaßnahmen schaffen es viele Spam-Mails dennoch ins Postfach. (Bild: Hewac – Fotolia)

Verstopftes Postfach trotz Filter

Fast die Hälfte der 1.001 Teilnehmer der Studie gab weiterhin an, bis zu fünf Spams pro Tag zu bekommen. Trotz der Filtermaßnahmen vieler Mail-Anbieter, gelingt es den Absendern von lästigen E-Mails ihre Nachrichten an den Mann zu bringen. Dazu generieren sie E-Mail Adressen und verschicken dann ihre „Post“ an diese. Wer dann auf ein Bild oder eine Datei in der Mail klickt, zeigt den Absendern, dass das Postfach aktiv ist und wird in Zukunft sicher weiter und vermehrt Spams erhalten.

Schutzmöglichkeiten für die Mailadresse

Deshalb gibt die BITKOM den Internetnutzern wichtige Ratschläge, wie sie ihr Postfach schützen können. Wichtig ist es, die eigene E-Mail-Adresse nicht zu allgmein zu benennen. Nutzer sollten kleine Variationen einbauen. So kann man zum Beispiel statt eines Punktes einen Unterstrich benutzen. Das macht es für die Absender der Spams schwieriger die Mail Adresse zu generieren. Weiterhin sei es ratsam ein zweites E-Mail-Postfach anzulegen, das nur für Bestellungen und Anmeldungen im Internet genutzt wird. Die Hauptadresse sollte nur an sichere Kontakte herausgegeben werden. Auch die Aktivierung eines Spamfilters, der dubiose Nachrichten in einen separaten Ordner legt, sei empfehlenswert.

Wer eine eigene Internetseite oder einen Blog betreibt, sollte seine E-Mail Adresse kodieren, indem er das bekannte @- Zeichen weglässt und es durch das Kürzel [at] ersetzt. Spam-Absender scannen das Netz nach Mailadressen und können sie durch diese Maßnahme nicht auslesen. Besondere Vorsicht ist nicht nur im Umgang mit dem eigenen Postfach geboten, sondern auch mit den Adressen von Freunden und Kollegen. Wer eine Rundmail an mehrere Personen schreibt, sollte die Adressen immer in das Feld „BCC“ eingeben, damit die Empfänger nicht alle Kontakte sehen können. Wer sich an diese Ratschläge hält, kann sein Postfach effektiv vor Spams schützen.

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