„DHL-Paket in der Warteschleife“: Achtung, Abofalle!

Die Masche mit der „DHL-Paketbenachrichtigung“ ist immer noch aktiv. Die Meldung „DHL-Paket in der Warteschleife“ lockt Sie ebenfalls in eine Abo-Falle, wenn Sie nicht aufpassen.

– – – DHL steckt nicht hinter dieser E-Mail., sondern Betrüger, die Ihnen ein Abo unterjubeln und an Ihre Daten gelangen wollen. – – –

DHL-Paket in der Warteschleife ist eine Abofalle!
DHL-Paket in der Warteschleife ist eine Abofalle!

Geld zahlen, damit Paket geliefert wird?

In der hier gezeigten Betrugsmail fordert man Sie auf, eine geringe Gebühr von 1,85 Euro zu zahlen, damit Ihr angebliches Paket weitertransportiert wird. Es handelt sich um eine ziemlich alte Masche, die vor allem diejenigen unter Ihnen trifft, die gerade (dringend) auf eine Sendung warten.

Dennoch sollten Sie die Details nicht aus den Augen verlieren: Anrede, Kosten und die Linkadresse sind nur drei Beispiele, an denen Sie das wahre Ziel erkennen.

Der Link führt Sie am Ende in eine Abo-Falle, die perfide versteckt wird, wenn Sie nicht genau hinsehen. Lassen Sie sich nicht über den Tisch ziehen und ignorieren Sie diese Art von „DHL“-Mails rigoros.

Betreff: Re: Paket in der Warteschleife

Die E-Mail zum Fake-DHL-Paket:

Sehr geehrter Kunde,

Zur Erinnerung: DHL Express informiert Sie, dass für Ihre Sendung Nr. CPF 057 200 664 645 noch Anweisungen von Ihnen ausstehen.

Bestätigen Sie die Zahlung der Heimlieferkosten (1,85 EURO) und den Versand des Pakets, indem Sie auf die folgende Schaltfläche klicken:

Ankunft in der DHL Express Ursprungsanlage: 16.08.2022

Senden Sie mein PaketDank der vielen DHL Standorte finden Sie immer einen Ort in der Nähe, an dem Sie Ihre Pakete bequem abholen und verschicken können.

Mit freundlichen Grüßen,

Konstanzer Strasse 2563697 Hirzenhain
Deutschland

Müssen Sie die Rechnung zahlen?

Wenn Sie selbst auf einer Seite anmelden und Ihr Account dann in das Abo übergeht, haben Sie Pech, wenn Sie nicht rechtzeitig gekündigt haben und müssen die Rechnung wahrscheinlich bezahlen. Der Clou hierbei ist die sogenannte Buttonlösung: Betreiber sind dazu verpflichtet, Ihnen unmissverständlich zu suggerieren, dass Sie gerade ein Abo abschließen. So muss der Bestätigungsbutton entsprechend gekennzeichnet sind und die Seite muss über die Kosten informieren und darf nicht auf das Kleingedruckte in den AGB verweisen. Da Sie in einem Fall wie diesem allerdings mit einem falschen Vorwand in die Abo-Falle gelockt wurden, könnten Ihr Chancen gut stehen, die Rechnung nicht begleichen zu müssen. Zudem ist immer fraglich, wie rechtssicher der Betreiber die Buttonlösung umgesetzt hat.

Im Zweifelsfall sollten Sie sich an einen Anwalt oder die Verbraucherzentrale wenden.

Unsere Sicherheitstipps – So erkennen Sie Abo-Fallen

Scrollen Sie IMMER bis zum Ende der Seite. Oft sind Abo-Fallen getarnt, in dem man Sie durch viel Text und Bilder von einem Text am unteren Ende der Seite ablenken will.

  • Sie erwarten kein Paket
  • Die Empfangs-E-Mail-Adresse ist nicht bei DHL hinterlegt
  • Sie sollen eine kleine Gebühr für einen eigentlich kostenlosen Service zahlen
  • Keine persönliche Anrede
  • Fehlerhafte Rechtschreibung und Grammatik
  • Keine https-Verbindung
  • Text als Foto hinterlegt
  • Link führt nicht zur angeteaserten Seite
  • Sie sollen einen Link anzuklicken
  • Die Absender- und Linkadresse klingen irgendwie „seltsam“
  • Ihr Antiviren-Programm schlägt Alarm (halten Sie es bitte immer auf dem Laufenden)

Wie Sie sich schützen:

  • Klicken Sie niemals E-Mail-Links an, ganz gleich, wie echt sie aussehen mag
  • Zahlen Sie kein Geld und prüfen Sie erst einmal alle Fakten
  • Wenn Sie unsicher sind, öffnen Sie einen neuen Tab und loggen sich dort in Ihr Konto ein
  • Rufen Sie niemals die Nummern in den E-Mails an, sondern googeln Sie sie
  • Antworten Sie nicht auf E-Mails

Wenn Sie hereingefallen sind:

  • Verfallen Sie nicht in Panik, sondern handeln Sie strukturiert
  • Ändern Sie von einem anderen Gerät all Ihre Passwörter und sichern Sie alle Beweise
  • Starten Sie Ihre Antivirussoftware oder engagieren Sie einen PC-Fachmann, der Ihren PC überprüft
  • Wenden Sie sich an die Polizei, das geht auch ganz einfach online
  • Informieren Sie Ihre Geldinstitute

 

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